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Aus dem Rathaus

Lodemann-Gedenkanlage erhalten

Aus Mitteln der Kiezkasse finanziert

Seit 1988 besteht in der Erich-Lodemann-Straße ein Gedenkort. Eine helle Stele aus Kunststein trägt die eingravierte Inschrift: „Dem Kommunisten und Widerstandskämpfer Erich Lodemann, geboren am 26.10.1909, ermordet am 24.10.1944 zum ehrenden Gedenken“.

Daneben erhob sich eine schmale Säule, die eine Büste des Widerstandskämpfers trug. In den 90er Jahren wurde die Säule mit der Büste mehrfach umgeworfen, der Bronzeguss inzwischen vom BdA-Treptow sichergestellt. Die Anlage blieb und wurde von Anwohnern aus Plänterwald gepflegt und mit Unterstützung von „Stadt und Land“ erhalten.

Aller fünf Jahre – zu den runden Jubiläen – gibt es eine Feier am Denkmal, die zuletzt von der Linken, von der SPD, vom BdA-Treptow und dem Bürgerkomitee Plänterwald veranstaltet wurde.

Auch ohne Vandalismus verwittert der Stein und mit ihm die Inschrift. Die vollständige Erneuerung des Steines wäre

aber richtig teuer. So beschloss das Bürgerkomitee einen Kiezkassenantrag

zu stellen, der das fachmännische Nachziehen der vorhandenen eingravierten Schrift vorsieht. Mit großer Mehrheit wurde das Projekt auf der Einwohnerversammlung am 29. Juni 22 ­beschlossen, die Zustimmung des Grundstückeigners eingeholt und der Handwerksbetrieb den Vorschriften entsprechend ausgewählt. Die Zuwendung wurde bewilligt und der Auftrag ausgelöst, der zurzeit vorbildlich von der Steinmetzfirma Greyer erfüllt wird.

Ein solcher normaler Vorgang wäre eigentlich nicht erwähnenswert, wenn nicht leider nach dem Kiezkassenbeschluss von Einigen versucht wurde, die Realisierung zu verhindern: man könnte so eine Anlage kostensparend doch eher abreißen, eine Tafel über Lodemann würde genügen.

Werner Stenzel und Manfred Mocker

 

Das Bürgerkomitee Pro Plänterwald veröffentlichte im vergangenen Jahr eine Schrift mit dem Titel: „Erich Lodemann- ein deutscher Widerstandskämpfer: Sein mutiges Leben- unser Gedenken“, damit auch die wenigen Einzelheiten über Leben und Kampf eines jungen Mannes in der Nazizeit nicht verloren gehen. Autor ist Georg Türke. Die Broschüre ist gegen eine Spende im Büchereck in Baumschulenweg, beim Bürgerkomitee (info@pro-plaenterwald.de) und beim BdA Treptow erhältlich.


Dieser Artikel erschien zuerst in Aus dem Rathaus vom 01.11.2022

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