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aufgenommen am 1. Mai 2017

blättchen

Der Hauptmann und der Berliner Verlag

Kultursenator widerspricht Pressedarstellung

Die Geschichte vom Hauptmann von Köpenick ist nicht nur im Bezirk Treptow-Köpenick eine wichtige Geschichte.

Eine blättchen-Leserin machte uns nun aufmerksam, dass nach Angaben der Berliner Zeitung und des Kurier das Land Berlin Anfang März den Antrag eines CDU-Politikers ablehnte, die Hauptmannserzählung auf die Liste des nationa­len Kulturerbes zu setzen.

Begründung: Zu MILITARISTISCH! Die Zeitung zitiert weiter aus der Begründung, die Köpenickiade sei mit dem deutschen Kaiserreich und dem preußischen Militarismus verbunden und nicht mehr zur Identifikation geeignet.

Auch die Verwaltung des Kultursenators habe das Nein befürwortet.

Natürlich haben wir uns sofort mit dem Kultursenator in Verbindung gesetzt. Doch da hörte sich die Sache gleich ganz anders an.

„Der Militarismus-Vorwurf an unseren Hauptmann und die Köpenickiade ist schlicht Blödsinn. Es ist doch gerade der Kern der Geschichte, dass hier der preußische Kadavergehorsam so großartig unterlaufen wird, ihm so nachdrücklich der Spiegel vorgehalten wird“, so Daniel Bartsch, Pressesprecher des Senators. „Es gab leider ein Schreiben aus der Verwaltung, das diese genannte Sicht wiedergab – das haben wir leider vor dem Versand nicht gesehen, sonst hätten wir den Quatsch aufgehalten. Dass der Berliner Kurier allerdings nicht einmal bei uns nachgefragt hat, gleich das große Rad drehen wollte… spricht für sich“, so Bartsch.

Richtig ist allerdings, dass die Köpenickiade als historisches Ereignis keine kulturelle Ausdrucksform im Sinne des UNESCO-Übereinkommens zum immateriellen Kulturerbe ist. Das sollte uns aber nicht davon abhalten, die vielfältigen Erinnerungen an den „Streich“ des Schusters Wilhelm Voigt und seinen Hauptmann hochzuhalten.


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