Danke Treptow-Köpenick, für dieses starke Ergebnis!
Erstmals seit 2001 wieder stärkste Kraft - Klarer Auftrag für Die Linke im Bezirk
Foto: Gehen an die Arbeit: Linke-Verordnete für die BVV Treptow-Köpenick. Nicht im Foto: Annika Heller, Clara Erbes, Mari Zech, Philipp Wohlfeil
Danke, Treptow-Köpenick! Bei der Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung am 20. September haben 41.486 Menschen Die Linke gewählt. Mit 25,5 Prozent sind wir erstmals seit 2001 wieder stärkste Kraft in der BVV. Das Ergebnis ist ein großer Erfolg – vor allem aber ist es ein klarer Auftrag für die kommenden fünf Jahre. Unsere Fraktion wächst von bisher neun auf künftig 15 Verordnete. Und auch in der Verantwortung im Bezirksamt verändert sich etwas: Statt bisher einem Bezirksamtsmitglied werden wir künftig zwei Bezirksamtsmitglieder stellen.
Wir wollen diesen Auftrag nutzen, um Treptow-Köpenick friedlicher, solidarischer und ökologischer zu machen. Dabei geht es um ganz konkrete Fragen für unseren Alltag: Kann ich mir meine Wohnung noch leisten? Bekomme ich die Unterstützung, die ich brauche? Gibt es einen Jugendclub, einen Kiezklub oder eine Beratungsstelle in meiner Nähe? Und kann ich mitentscheiden, wenn sich mein Wohnumfeld verändert?
Wohnen muss bezahlbar bleiben. Treptow-Köpenick ist ein attraktiver Bezirk – und genau deshalb steigen die Mieten und der Druck auf den Wohnungsmarkt. Wir wollen, dass Menschen hierbleiben können, auch wenn ihr Einkommen nicht mit den Mieten wächst. Im Bezirk wollen wir die Möglichkeiten beim Schutz von Mieter*innen konsequent ausschöpfen und jeden Euro zu viel gezahlter Miete zurückkämpfen. Dazu gehören die konsequente Verfolgung von Mietwucher, die Umsetzung des Volksentscheids Deutsche Wohnen & Co enteignen und eine soziale Ausrichtung bei neuen Bauvorhaben. Öffentliche Grundstücke dürfen nicht zum Spielball von Spekulation werden. Wo der Bezirk Einfluss nehmen kann, wollen wir dafür sorgen, dass bezahlbarer Wohnraum entsteht und dauerhaft erhalten bleibt.
Wir wollen einen sorgenden Bezirk, in dem Ärzt:innen, der Wochenmarkt und soziale Beratungsstellen, Kiezklubs oder Jugendclubs direkt um die Ecke liegen, in der die Kleingärten als Erholungsflächen geschützt sind und Kitas, Gesundheits- und Pflegeangebote für Alle im Kiez barrierefrei verfügbar sind. Die Versorgung darf nicht Profitinteressen ausgeliefert sein und auch nicht Einzelnen aufgebürdet werden, etwa dem älteren Ehepaar, das sich aus Not gegenseitig pflegt oder der alleinerziehenden Mutter, die auch noch die Hausaufgabenbetreuung übernehmen muss. Das gilt besonders, weil Treptow-Köpenick rasant wächst, jünger wird und zugleich ein Ort mit vielen hochbetagten Menschen bleibt. In dieser Dynamik darf niemand abgehängt werden.
Und wir wollen, dass die Menschen in ihrem Bezirk mehr zu sagen haben. Beteiligung darf nicht erst beginnen, wenn die wichtigen Entscheidungen bereits gefallen sind. Gute Nachbarschaften leben vom Mitmachen, Mitbestimmen und vom unermüdlichen Engagement vieler Ehrenamtlicher. Vom Schmollerplatz über die zahlreichen DDR-Garagenkomplexe, den Güterbahnhof in Köpenick, das Gebiet an der Friedrichshagener Straße bis Hessenwinkel – die Linke fordert, Bürger:innenbeteiligung frühzeitig zu beginnen, transparent zu organisieren und reale Einflussmöglichkeiten zu eröffnen. Die Kiezkassen zeigen, wie direkte Beteiligung funktionieren kann. Wir wollen solche Möglichkeiten ausbauen und einfacher zugänglich machen. Das Wahlergebnis gibt uns dafür Rückenwind. Aber wir wissen auch: Vertrauen muss man sich jeden Tag neu verdienen. Wir werden deshalb genau hinschauen, Anträge stellen, nachhaken und gemeinsam mit den Nachbar:innen Druck machen. Unsere Fraktion wird eng mit Mieter:innen, sozialen Initiativen, Vereinen und Nachbarschaften und allen, die ihren Bezirk mitgestalten wollen, zusammenarbeiten. Gemeinsam organisieren wir ein friedlicheres, solidarischeres und ökologischeres Treptow-Köpenick.
15 Verordnete, zwei Bezirksamtsmitglieder und ein klarer Auftrag: Wir machen uns an die Arbeit.
Philipp Wohlfeil, Lena Fries
Dieser Artikel stammt aus dem “Aus dem Rathaus” vom Oktober 2026. Die Zeitungen des Bezirksvorstandes und der Fraktion können hier runtergeladen werden. Beide Zeitungen gibt es auch als kostenloses Abo.
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