Danke Treptow-Köpenick, für dieses starke Ergebnis!
Die 15 für die BVV Treptow-Köpenick - Diese Verordneten ziehen für Die Linke in die Bezirksverordnetenversammlung
Von der BVV ins Bezirksamt
Carolin Weingart (41) ist seit 2021 Bezirksstadträtin für Soziales und Gesundheit. Sie soll als Spitzenkandidatin der Linken wieder in das Bezirksamt einziehen. Weingart ist in Berlin geboren und in Belgrad, Berlin Friedrichshagen und Rahnsdorf aufgewachsen. Sie hat ihr Abitur am Gerhart Hauptmann Gymnasium abgelegt und ab 2005 in Thüringen studiert. Bereits in Jena hat sie sich kommunalpolitisch engagiert, war dort Spitzenkandidatin zur Kommunalwahl und wurde in den Stadtrat gewählt. Ab 2015 wurde sie als persönliche Referentin für die thüringische Staatssekretärin Ines Feierabend (zuvor Bezirksstadträtin und stellvertretende Bezirksbürgermeisterin von Treptow-Köpenick) ein Teil des Teams um Ministerpräsident Bodo Ramelow. Wenn die BVV sie gewählt hat und sie in das Bezirksamt eingezogen ist, wird sie die Fraktion verlassen. Dafür wird Annika Heller in die BVV nachrücken.
Lena Fries (30)
ist neu in der Fraktion. Die Historikerin arbeitet im Wahlkreisbüro von Katalin Gennburg (MdB) und ist Mitglied im Bezirksvorstand. Außerdem engagiert sie sich in der Bürgerinitiative Pro Plänterwald. Dort half sie dabei, den Einwohnerantrag zur Wiederansiedlung von Ärzt:innen im Kiez erfolgreich zu machen. Ihre politischen Ziele sind u.a. stärkere Wohnungsämter gegen Mietwucher, die Nutzung von Leerständen als Treffpunkte und Druck für kommunale MVZ. Mit Sprechstunden, Nachbarschaftsversammlungen und Einwohneranträgen will sie Sichtbarkeit erhöhen: „Wir kämpfen an eurer Seite für Veränderung.“
Karin Kant (69)
im Minijob und Ehrenamt noch immer Sozialarbeiterin, war Leiterin des Stadtteilzentrums Campus Kiezspindel. Seit 1995 ist sie in der BVV tätig. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Kinder- und Jugendpolitik. Hier setzt sie sich für eine bedarfsgerechte Ausstattung in diesem Bereich ein. Dazu gehören: eine ausreichende Finanzierung der Freien Träger in der Jugendhilfe, faire Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen sowie der Ausbau der Angebote für junge Menschen und ihre Familien. Außerdem ist sie in der VVN-BdA aktiv und eine der zwei Sprecher:innen des Bündnisses für Demokratie und Toleranz Treptow-Köpenick.
Heike Kappel (63)
wurde in Zossen geboren und lebt seit 61 Jahren in Adlershof. Nach der Polytechnischen Oberschule studierte sie zur Erzieherin und arbeitete anschließend in Kindergärten sowie an Grundschulen im Bezirk. Seit 1996 ist sie Bezirksverordnete in Treptow, heute sportpolitische Sprecherin der Linksfraktion und stellvertretende Vorsitzende des Bezirkssportbundes Treptow-Köpenick. Ihre Schwerpunkte sind bessere Bedingungen an Schulen sowie gerechte Bildungschancen für alle Kinder. „Meine zwei Enkelkinder sind tägliche Motivation, mich für gute Bildungs- und Freizeitbedingungen einzusetzen.“
Clemens Kluck (36)
ist neu in der Fraktion und lebt mit seiner Familie seit 2014 in Alt-Treptow. Er hat Politikwissenschaften studiert und arbeitet als Kulturmanager. Zu seinen Themen gehören die unzureichende finanzielle Ausstattung der Bezirke und die besonderen Schwierigkeiten von Kultureinrichtungen angesichts explodierender Gewerbemieten. Seine Schwerpunkte sind Kultur, eine stärkere Erinnerungskultur und praktischer Klimaschutz. Dabei bringt er Praxiserfahrung beim Kulturerhalt und bei politischen Kampagnen in die Fraktion ein – mit Fokus auf lokale Themen und eine veränderte Politik von unten nach oben.
Veronika Weiß (33)
ist neu in der Fraktion und lebt seit sieben Jahren in Schöneweide. Sie hat Medienwissenschaft studiert und ihre Abschlussarbeit über den Anstieg rechter Rhetorik im Bundestag geschrieben. Heute arbeitet sie als Referentin für Öffentlichkeitsarbeit bei Reporter ohne Grenzen. Zudem hat sie Erfahrung mit Bezirksämtern: Zwei Jahre arbeitete sie in der Presse und als Referentin beim Gesundheitsstadtrat Berlin-Mitte. Ihre Schwerpunkte sind Antifaschismus, Anti-Militarismus und Feminismus. In der BVV will sie sich vor allem um Gesundheit & Pflege, Umwelt sowie Tourismus kümmern.
Philipp Wohlfeil (47)
wurde in Berlin geboren, wuchs in Wernsdorf und Hohenschönhausen auf und lebt seit 30 Jahren in Schöneweide. In den letzten 20 Jahren war er Fraktionsvorsitzender für die Linksfraktion. Er arbeitet in der Landesgeschäftsstelle der Partei Die Linke, schwerpunktmäßig für Bürgeranliegen. Diese Arbeit zeigt ihm, „wo die Verwaltung funktioniert und wo sie Menschen im Stich lässt.“ Seine Schwerpunkte sind der Erhalt der sozialen Mischung in den Kiezen, die Stärkung von Gemeinschaftsschulen, der Schutz von Jugend- und Kulturprojekten vor rechten Bedrohungen sowie bessere Bleibeperspektiven für Geflüchtete.
André Schubert (56)
wurde in Berlin geboren und wuchs in Köpenick und Johannisthal auf. Er absolvierte eine Ausbildung zum Gas- und Wasserinstallateur, später Fachabitur und Studium. Durch antifaschistisches Engagement kam er 1994 zur PDS/Die Linke. Seit 1995 ist er Bezirksverordneter und seit 2005 Wahlkreismitarbeiter von Gregor Gysi. In den vergangenen Jahren war er Mitglied im Vorstand der Fraktion und Sprecher für Mobilität. Außerdem war er in der Dammvorstadt aktiv und stellvertretender Kiezpate für Grünau. Seine Schwerpunkte sind Mobilität, grüne Stadtentwicklung und soziale Gerechtigkeit im Bezirk.
Ulrike Schulz (43)
ist neu in der Fraktion und arbeitet als Erzieherin an der Müggelschlößchen-Grundschule. Zuvor war sie über fünf Jahre bei Berliner Kita-Eigenbetrieben tätig, u.a. als Facherzieherin für Integration und stellvertretende Personalratsvorsitzende. Seit drei Jahren ist sie bei ver.di aktiv und war Mitglied in der Tarifkommission für Pädagogische Qualität und Entlastung. Ihre Schwerpunkte sind Bildung, Kita & Schule, Integration & Inklusion sowie Gleichstellung und queere Sichtbarkeit. „Bildung ist keine Ware, gute Arbeitsbedingungen kein Luxus“ – diese Werte will sie in die BVV einbringen.
Clara Erbes (30)
ist neu in der Fraktion, wuchs in Friedrichshain auf und wurde durch persönliche Erfahrungen mit Verdrängung und Zwangsräumungen in ihrer Nachbarschaft politisiert. 2026 absolvierte sie erfolgreich ihren Master im Fach Gender Studies. Seit April 2025 arbeitet sie in einer Projektstelle für (Neu-)Mitgliederarbeit des Bezirksverbandes und möchte in der BVV die Arbeit zwischen Partei und Fraktion stärker miteinander verzahnen. Mit organisierenden Haustürgesprächen, Sprechstunden und Mieter- und Kiezversammlungen will sie die Probleme der Nachbarn nach vorne stellen, um Politik gemeinsam zu machen.
Sebastian Grytzka (47)
ist neu in der Fraktion, wuchs in Friedrichshagen auf und lebt mit Familie seit vielen Jahren im Bezirk. Er leitet in Friedrichshagen einen sozialen Standort mit Beratungsangeboten für Migrant:innen, Alleinerziehende und Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Er ist ehrenamtlich stark vernetzt, Mitglied bei „Friedrichshagen für Alle“, Gründungsmitglied von „Friedrichshagen hilft“ und ist seit Anfang dieses Jahres als Bürgerdeputierter im Jugendhilfeausschuss. Seine Schwerpunkte sind soziale Gerechtigkeit, Antifaschismus, Frieden und demokratische Mitbestimmung als Pazifist.
Ronny Krüger (27)
ist neu in der Fraktion, , wuchs in Lichtenberg auf und lebt in Köpenick. Er studiert Lehramt und ist Mitglied bei der Interessensgemeinschaft Eisenbahn, Nahverkehr und Fahrgastverband Berlin (IGEB) und in der GEW Berlin. In den vergangenen Jahren war er stellvertretender Bürgerdeputierter im Ausschuss für Stadtentwicklung. Seine Schwerpunkte sind Chancengerechtigkeit durch ökonomische Ausgeglichenheit sowie umweltverträgliche, soziale und bürgernahe Bauvorhaben. Sein Credo: „Verkehrspolitik ist Sozialpolitik.“ Dazu gehören die Stärkung des Umweltverbundes, sozial gerechte Bauweise und klima-positive Verkehrspolitik.
Leonie Blasche (20)
ist neu in der Fraktion, wuchs in Brandenburg/Niederlausitz auf und lebt seit drei Jahren in Johannisthal. Sie ist mit den Systemmängeln der Jugendhilfe bestens vertraut: „Häufig fehlen Gelder, Fachkräfte und passende Hilfsangebote.“ Ihre politischen Schwerpunkte sind u.a. eine bessere Ausstattung der Jugendhilfe und -ämter, bedarfsgerechte Finanzierung, der Ausbau von Schulen, stärkere politische Bildung. Blasche bringt eine jugendnahe Perspektive in die BVV ein – mit Fokus auf Chancengleichheit, soziale Gerechtigkeit und Teilhabe für junge Menschen.
Mari Elli Zaech (40)
ist neu in der Fraktion, wurde in Neukölln geboren und lebt im Bezirk. Sie ist im Lebensmitteleinzelhandel tätig, Betriebsratsmitglied und bei ver.di aktiv. Sie setzt sich für die Rechte von trans* Menschen ein, mag Hunde und spielt Gitarre. Ihre Schwerpunkte sind der Schutz marginalisierter Gruppen, der Ausbau der Finanzierungen von Trägern als „Lebensader der Stadt“ sowie zugängliche Infrastruktur bei Gesundheit, Kultur und öffentlichem Nahverkehr. Ihre Vision ist es, einen „lebendigen und bunten Bezirk anstatt einer grauen Betonwüste“ zu schaffen – einen Bezirk, in dem Menschen nicht nur zum Arbeiten und Schlafen Zeit verbringen.
Annika Heller (29)
wird in die Fraktion nachrücken, wenn Carolin Weingart in das Bezirksamt gewählt wurde. Sie wohnt in Baumschulenweg, hat Wirtschafts- und Sozialwissenschaften studiert und nach ihrem Master im wissenschaftlichen und sozialen Bereich gearbeitet. Sie ist 2024 in Die Linke eingetreten, war im Bundestagswahlkampf aktiv und mittlerweile insbesondere im Themenfeld Feminismus. Seit letztem Jahr ist sie Sprecherin der AG Queerfeminismus im Bezirk und seit ein paar Monaten auch der LAG Feminismus. Für die Kommunalpolitik ist ihr besonders wichtig, viel über die Bedürfnisse der Menschen im Bezirk zu lernen und davon ausgehend Politik zu machen.
Helge Roski-Krahn (54)
ist neu in der Fraktion und war bisher Bürgerdeputierter im Ausschuss Arbeit, Soziales, Gesundheit und Teilhabe. Er wohnt mit seiner Familie in Köpenick, ist examinierter Krankenpfleger und seit 15 Jahren Mitglied des Betriebsrats im Unfallkrankenhaus Berlin in Marzahn. Er setzt sich dafür ein, dass digitale Veränderungen seine Kolleg:innen tatsächlich entlasten, datenschutzkonform sind und nicht zur Verhaltens- und Leistungskontrolle eingesetzt werden. „Mir ist wichtig, dass soziale Themen, gute Gesundheitsversorgung, starke Bildungseinrichtungen und faire Arbeitsbedingungen auch auf Bezirksebene eine starke Stimme haben.“
Dieser Artikel stammt aus dem “Aus dem Rathaus” vom Oktober 2026. Die Zeitungen des Bezirksvorstandes und der Fraktion können hier runtergeladen werden. Beide Zeitungen gibt es auch als kostenloses Abo.
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