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Winterdienst: Amt stolpert über den eigenen Schnee
Ein Lehrstück in deutscher Zuständigkeitslogik
Schöneweide erfindet sich neu – und alle können mitreden. Ein Antrag der Fraktion Die Linke, zusammen mit der SPD und CDU, hat eine neue Standortkonferenz, bei der die Zukunft des traditionsreichen Industriegebiets gemeinsam beraten werden soll, auf den Weg gebracht. Politik, Unternehmen, Wissenschaft, Kultur und vor allem die Menschen vor Ort sollen wieder an einen Tisch kommen.
Schon 2009 gab es eine große Konferenz zur Zukunft Schöneweides. Seitdem hat sich viel getan: Auf rund 100 Hektar arbeiten heute etwa 370 Betriebe, dazu kommen vier Forschungseinrichtungen und fast 10.000 Studierende. Schöneweide ist zu einem lebendigen Ort geworden – aber auch zu einem umkämpften. Steigende Mieten und Grundstückspreise setzen Handwerk und Betriebe unter Druck, während andere Flächen leer stehen oder ihre Nutzung unklar ist.
Im Zuge eines neuen Rahmenplans für den historischen Industrie- und Gewerbegürtel Oberschöneweide soll nun, wie von Linken und CDU gefordert, auch die Öffentlichkeit beteiligt werden. Der Plan zeigt, wie sich das Gebiet weiterentwickeln kann, wie alte Gebäude erhalten bleiben und neue Nutzungen möglich werden. Auch die Öffnung des Spreeufers spielt dabei eine Rolle.
Jetzt beginnt die wichtigste Phase: die Beteiligung der Öffentlichkeit. Vom 2. Februar bis 3. März 2026 können alle Interessierten auf der Plattform mein.berlin.de den Entwurf ansehen, Fragen stellen und Hinweise geben. Jede Meinung zählt – egal ob Anwohnerin, Unternehmer, Studierende oder Neugierige.
Die Rückmeldungen fließen in die weitere Arbeit ein. Spätestens im zweiten Quartal 2026 sollen die Ergebnisse vorgestellt und auf einer neuen Standortkonferenz gemeinsam diskutiert werden. Schöneweides Zukunft ist offen – und sie wird jetzt geschrieben. Wer mitreden will, sollte diese Chance nutzen.
Dieser Artikel stammt aus dem Aus dem Rathaus vom Februar 2026. Die Zeitungen des Bezirksvorstandes und der Fraktion können hier runtergeladen werden. Beide Zeitungen gibt es auch als kostenloses Abo.


