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Gregor Gysi

Gysi meint ... Berlins Aufschrei

blättchen

„Links ist vorbei“, meinte Bundeskanzler Merz nach der Bundestagswahl 2025. Berlin hat ihm und dem ganzen Land deutlich gemacht, dass Links gerade erst anfängt. Die Berlinerinnen und Berliner haben ein klares Signal für einen Politikwechsel in der Hauptstadt und im ganzen Land gegeben. Und dieser Wechsel hin zu einer Politik, die unter Reformen keine sozialen Kürzungsorgien versteht, sondern das Leben in Stadt und Land wieder bezahlbar für alle machen will, geht nur mit einer starken Linken.

Wer nun versucht, die Abwahl des schwarz-roten Senats – CDU und SPD haben mehr als ein Drittel ihrer Wählerstimmen verloren – mit einer vollkommen überdrehten Kampagne gegen Die Linke ins Gegenteil zu verkehren, hat nicht begriffen, welcher Aufschrei diese Wahl war. Die Menschen haben es satt, keinen bezahlbaren Wohnraum mehr zu finden. Sie wollen einen funktionierenden ÖPNV, Kieze, in denen sie sich wohlfühlen können und keine Vertreibung fürchten müssen, und überhaupt ein Miteinander in einer Stadt, die wie keine andere in Deutschland von und mit der Vielfalt ihrer Einwohnerinnen und Einwohner lebt.

Es war eben keine Wahl, bei der die Ränder gestärkt wurden. Die Linke ist in Berlin keine Randpartei, sie ist es in ganz Deutschland nicht. Allerdings hat die so genannte Mitte in Deutschland, die seit Jahrzehnten regiert, gerade wegen des Sozialabbaus deutlich verloren. Deshalb war es höchste Zeit, dass Berlin die Parteien daran erinnert hat, welche Interessen zu vertreten sind. SPD und Grüne müssen sich nun entscheiden, wo sie stehen und wo sie hinwollen.


Dieser Artikel stammt aus dem “blättchen” vom Oktober 2026. Die Zeitungen des Bezirksvorstandes und der Fraktion können hier runtergeladen werden. Beide Zeitungen gibt es auch als kostenloses Abo.

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