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Freude auf der Wahlfeier der Linken am 20. September 2026 im Festsaal Kreuzberg

Berlin wählt rot - Die Linke stärkste Kraft in Land und Bezirk

blättchen

Am 20. September erlebt Berlin einen historischen Wahlabend: Erstmals ist Die Linke bei einer Abgeordnetenhauswahl stärkste Kraft in Berlin. Mit 25,7 Prozent der Zweitstimmen zieht sie mit 45 Abgeordneten als stärkste Fraktion ins Abgeordnetenhaus ein. Die Wählerwanderung zeigt, dass Die Linke dabei am stärksten vom Zustrom unter bisherigen Nicht-Wähler:innen profitiert.

Auch in Treptow-Köpenick ist Die Linke mit 26,6 Prozent stärkste Kraft. Drei Direktmandate gehen hier an Die Linke: Moritz Warnke gewinnt Wahlkreis 1 mit 40,7 Prozent der Erststimmen, Lisa Pfitzmann Wahlkreis 2 mit 35,6 Prozent der Erststimmen. Hans Kromrey setzt sich im Wahlkreis 7 mit 26,7 Prozent der Erststimmen durch und holt damit das einzige Direktmandat der Linken am Stadtrand. Über die Bezirksliste zieht Eda Terkan ins Abgeordnetenhaus ein.

Bei der BVV-Wahl liegt Die Linke mit 25,5 Prozent vor der AfD mit 23,1 Prozent. Die Linksfraktion stellt künftig 15 Verordnete. Solange demokratische Parteien keine Mehrheiten mit der AfD suchen, braucht es für eine Mehrheit in der BVV Die Linke. Die Linke will die Kooperation auf Bezirksebene mit SPD und Grünen fortsetzen. Die Gespräche hierzu laufen bereits.

Zudem wird das Bezirksamt neu zusammengesetzt. Die Linke stellt zukünftig zwei Mitglieder und beansprucht dabei das Bezirksbürgermeisteramt. SPD und CDU haben jeweils Anspruch auf einen Stadtrat, die Grünen verlieren diesen Anspruch. Die AfD hat ein Vorschlagsrecht für zwei Mitglieder im Bezirksamt, aber nach gültiger Rechtsprechung keinen Anspruch auf deren Wahl.

Auch landesweit spricht vieles für einen Wechsel nach links. Rot-Rot-Grün hätte mit insgesamt 91 Abgeordneten eine Mehrheit von 14 Stimmen – deutlich mehr als die einzig verbleibende Koalitionsalternative aus CDU, SPD und Grüne, die nur auf eine äußerst knappe Mehrheit von 2 Stimmen käme. Einzelne Abgeordnete der Grünen haben bereits erklärt, für eine solche Koalition der Wahlverlierer nicht zur Verfügung zu stehen.


Dieser Artikel stammt aus dem “blättchen” vom Oktober 2026. Die Zeitungen des Bezirksvorstandes und der Fraktion können hier runtergeladen werden. Beide Zeitungen gibt es auch als kostenloses Abo.

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