„Stärkste Kraft im Land und im Bezirk werden“ Linke-Kandidat:innen für Abgeordnetenhauswahl

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Foto: So sieht Jubel aus v.l.n.r.: Hans Kromrey, Loic Kliemann, Lena Fries, Eda Terkan, Lisa Pfitzmann, Moritz Warnke, Fabian Ulrich


Bei ihrer Delegiertenversammlung im Rathaus Treptow hat die Linke Treptow-Köpenick ihre Kandidat:innen für die Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026 aufgestellt. Dabei wurden sowohl die Kandidat:innen für die sieben Direktwahlkreise von Treptow-Köpenick gewählt als auch die Rangfolge der Bezirksliste festgelegt: Moritz Warnke, Bezirksvorsitzender der Linken in Treptow-Köpenick, führt die Bezirksliste auf Listenplatz 1 an. Listenplatz 2 nimmt Lisa Pfitzmann, als jugendpolitische Sprecher:in Mitglied im Bundesvorstand der Partei, ein. Auf Listenplatz 3 wurde Eda Terkan gewählt, die als Lehrerin in einer Brennpunktschule arbeitet. Hans Kromrey, tätig als Richter am Landgericht Berlin und Mitglied des Landesvorstands der Berliner Linken, wurde auf Listenplatz 4 gewählt. Das Bezirksvorstandsmitglied Lena Fries wurde auf Listenplatz 5 gewählt, der Informatiker Loic Kliemann auf Listenplatz 6. Für Listenplatz 7 wurde die Historikerin Dr. Susanne Willems gewählt, auf Listenplatz 8 Fabian Ulrich, der als Elektroniker arbeitet.

„Die Liste vereinigt unterschiedlichste politische, fachliche und berufliche Kompetenzen und zeigt, dass Die Linke im normalen Leben der Menschen verankert ist“, erklärt Moritz Warnke. Im Wahlkampf sollen die Interessen dieser Menschen in den Vordergrund rücken: „Es geht um ein bezahlbares Berlin, um Alltagsprobleme wie fehlende Haus-, Fach- und Kinderärzte und um eine klare antifaschistische Haltung. Wir wollen stärkste Kraft im Land und auch hier im Bezirk werden. Und was wir bisher an den Haustüren hören, gibt uns für unseren Ansatz viel Unterstützung.“


Diese Kandidat:innen gehen ins Rennen um die Wahlkreise des Bezirks

Moritz Warnke

Wahlkreis 1 (Alt-Treptow, Plänterwald, Baumschulenweg)

„Wohnungen gehören nicht an die Börse. Deutsche Wohnen & Co müssen endlich enteignet werden. Damit Berlin bezahlbar und unser zu Hause bleibt.“

Moritz Warnke ist Bezirksvorsitzender der Linken in Treptow-Köpenick. Er hat zuletzt als Referent in der Rosa-Luxemburg-Stiftung gearbeitet und ist Experte für Haushalts- und Finanzpolitik. Außerdem ist er antifaschistisch im Kiez engagiert und Mitglied im Bund der Antifaschisten Treptow. Als Herzensprojekte hat er die von Genoss:innen getragene Sozialberatungspraxis im Rahmen von „Die Linke hilft“ vorangebracht.


Lisa Pfitzmann

Wahlkreis 2 (Oberschöneweide, Dammvorstadt, Köpenick Altstadt, Hirschgarten)

„Wer Zukunft will, braucht gute Bildung, soziale Sicherheit und demokratische Räume. Kein Gewehr in der Hand.“

Lisa Pfitzmann ist im Brandenburg der Nachwende-Zeit aufgewachsen und 2018 für ihr Lehramtsstudium in Theater und Geschichte nach Treptow-Köpenick gezogen. Sie ist Mitglied im Bundesvorstand der Partei und verantwortet als jugendpolitische Sprecherin der Links­jugend [‘solid] u.a. die Beratungen zur Kriegsdienstverweigerung. Im Wahlkreis 2 möchte sie sich für eine antifaschistische, widerständige Jugend- und Zivilgesellschaft einsetzen.


Fabian Ulrich

Wahlkreis 3 (Niederschöneweide, Johannisthal, Späthsfelde und Südwest-Adlershof)

„Eine sozialgerechte und umweltverträgliche Versorgung in Berlin ist möglich, aber nicht ohne Druck aus der Politik.“

Fabian Ulrich wohnt seit 23 Jahren in Johannisthal und arbeitet als Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik. Er war Mitglied im Sprecher:innen-Kreis der LAG Haustürgespräche und hat nach der Schließung von Rewe in Johannisthal gemeinsam mit anderen Genoss:innen die Einkaufshilfe ins Leben gerufen – für Anwohner:innen, die auf Unterstützung bei der Lebensmittelnahversorgung angewiesen sind.


Lena Fries

Wahlkreis 4 (Altglienicke und Bohnsdorf)

„Unsere Kieze gehören uns: mit Ärztin, Apotheken, einer Tramstation um die Ecke, gutem Wohnen und einer Politik aus dem Kiez heraus – damit niemand abgehängt wird.“

Lena Fries ist Historikerin und lebt seit sieben Jahren in Treptow. Sie ist seit 2020 bei Die Linke und Mitglied im Bezirksvorstand. Mit der Bürgerinitiative Pro Plänterwald und Katalin Gennburg, damals MdA, organisierte sie einen Einwohnerantrag gegen den Abbau von Nah- und Gesundheitsversorgung, was eine Wiederansiedlung von Hausärzt:innen bewirkte. Sie steht für eine Stadtentwicklung von unten, konsequenten Antifaschismus und ein gemeinsam erkämpftes gutes Leben in den Kiezen.


Loic Kliemann

Wahlkreis 5 (Nordost-Adlershof, Spindlersfeld, Köllnische Vorstadt, Grünau, Karolinenhof, Schmöckwitz, Rauchfangswerder)

„Ich möchte Themen wie bezahlbaren Wohnraum, den Kampf gegen Armut und eine solidarische Bildungspolitik mit einer modernen, digitalen Vision verknüpfen.“

Loic Kliemann lebt seit seiner Schulzeit in Adlershof und arbeitet seit dem Abschluss seines dualen Informatikstudiums an Projekten zur Verwaltungsdigitalisierung und digitalen Bildung. Als Mitglied bei Die Linke stand er schon beim letzten Bundestagswahlkampf vor Haustüren und an Infoständen und engagiert sich aktuell bei der BO Adlershof in der Mitgliederverwaltung und der Versammlungsorganisation.


Eda Terkan

Wahlkreis 6 (Allendeviertel, Kietz, Kietzer Feld, Wendenschloß, Müggelheim)

„Für gerechte Bildung, bezahlbare Mieten und eine Stadt, in der niemand das Gefühl haben muss, nicht dazuzugehören.“

Eda Terkan arbeitet als Lehrerin an einer Schule in Neukölln und begreift Bildung als zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Sowohl bei ihrer Arbeit als auch in ihrem Wahlkreis nimmt sie eine zunehmend angespannte soziale Lage wahr, die von Erwerbslosigkeit und einer wegbrechenden öffentlichen Infrastruktur geprägt ist. Dieser Situation will sie sich mit einer Politik stellen, die solidarisch ist, klar Haltung zeigt und gemeinsam mit den Menschen vor Ort gestaltet wird.


Hans Kromrey

Wahlkreis 7 (Köpenick Nord, Friedrichshagen, Rahnsdorf, Wilhelmshagen)

„Eine Politik von unten, mit einer hochmotivierten, kämpferischen Basis und nah bei den Menschen vor Ort, ist für mein Engagement wesentlich.“

Hans Kromrey ist als Richter am Landgericht Berlin tätig und Mitglied des Landesvorstands der Berliner Linken. Er steht für ein kontinuierliches politisches Engagement innerhalb der gewachsenen Aktiven-Struktur in den Basisorganisationen und mit den vielen Initiativen und Engagierten vor Ort ein. Eine bezahlbare Stadt für alle, der Kampf gegen Kinderarmut und für eine Umverteilung von oben nach unten sind ihm dabei besondere Anliegen.


Dieser Artikel stammt aus dem blättchen vom Februar 2026. Die Zeitungen des Bezirksvorstandes und der Fraktion können hier runtergeladen werden. Beide Zeitungen gibt es auch als kostenloses Abo.

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