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Foto: Kai Martin

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Fußgänger und Radfahrer sind häufigste Opfer

Unfallgeschehen in Köpenick im letzten Jahr

Unfälle im Straßenverkehr sind immer wieder sehr unangenehm. Neben dem Leid, das sie über Betroffene und deren Angehörige bringen, richten sie häufig erhebliche Sachschäden an, von der Lauferei, die man in aller Regel danach hat, ganz zu schweigen.

Um das Unfallgeschehen im Straßenverkehr unseres Bezirkes besser beurteilen zu können, habe ich beim Senat angefragt.

Die gute Nachricht zuerst: von Anfang 2018 bis zum 6.5. dieses Jahres hatten wir keine tödlichen Unfälle zu beklagen. Allerdings ist bei 19 Schwerverletzten und 57 Leichtverletzten jeder Unfall ­einer zu viel. Dazu kamen 5 schwere ­Unfälle mit Sachschäden und 558 kleinere Unfälle mit Sachschäden. Schwerpunkt bei den Unfällen waren die Altstadt und das Gebiet um die Kietzer Straße, gefolgt vom Allendeviertel und Müggelheim. Über die niedrigste Zahl von Verkehrsunfällen können sich die Bewohnerinnen und Bewohner von Wendenschloß freuen. Allerdings ist die Kreuzung Müggelheimer Str./Wendenschloßstrasse absoluter Unfallschwerpunkt. Da hat es 2018 25 und im ersten Quartal 2019 neun Unfälle gegeben. Nicht überraschend ist die Tatsache, dass Fußgänger und Radfahrer am häufigsten zu den Opfern von Unfallgeschehen gehören.

Nach einer Definition des Merkblattes für Unfallkommissionen wird von einer Unfallhäufungsstelle gesprochen, wenn mindestens 5 Verkehrsunfälle gleichen Typs pro Jahr, unabhängig von den Unfallfolgen, an einem innerörtlichen Verkehrsknotenpunkt zu verzeichnen sind.

Das trifft in Köpenick für die Kreuzung Müggelheimer Str./ Wendenschloßstraße zu. 2017 fanden dort 5 und 2018 sogar 10 Unfälle statt. Bei 13 von 15 Unfällen waren Personenschäden bei insgesamt 18 Personen zu beklagen. Dabei sind die Arten von Fehlverhalten, die zu den jeweiligen Unfällen geführt haben, bunt gestreut. Ein besonders zutage getretenes Fehlverhalten lässt sich nicht feststellen.

Bei den Unfallverursachern an dieser Kreuzung nehmen dagegen eindeutig die PKWs den Spitzenplatz ein.

Auch wenn an der Kreuzung Müggelheimer/Wendenschloßstraße gebaut wurde, zur eigentlichen Entschärfung der Unfallschwerpunkte dieses Berliner Bezirkes wurde 2017 und 2018 gar nichts unternommen. 2019 sind zwei Maßnahmen an den Kreuzungen Adlergestell/Dörpfeldstraße und Baum­­schulenstraße / Südostallee vorgesehen.

Hier wird wohl sehr deutlich sichtbar, dass im Rahmen eines neuen Verkehrskonzeptes auch unbedingt Maßnahmen für die Kreuzung mit dem meisten  Unfallgeschehen Müggelheimer/Wendenschloßstraße geplant und umgesetzt werden müssen.

Denn, wie schon betont, jeder Unfall ist einer zu viel.

Stefanie Fuchs, MdA


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