Berlins vergessene Traumfabrik? Ausstellung zur Film- und TV-Geschichte von Johannisthal und Adlershof

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Bild: Erfreulich viele Interessierte trafen sich zur Eröffnung der Ausstellung zur Filmgeschichte in Johannisthal und Adlershof


Die Fluggeschichte von Johannisthal ist bekannt, aber die Filmgeschichte? Seit dem 14. November kann man sich dazu schlau machen im Museum Treptow am Sterndamm 102 (Johannisthaler Rathaus). Ein neues Ausstellungsmodul beleuchtet diesen bislang zu Unrecht vergessenen Aspekt der Bezirksgeschichte Treptow-Köpenicks, der nicht nur Teil der Berliner Industriegeschichte, sondern auch der Deutschen Filmgeschichte ist.

1920 gingen in Johannisthal die Scheinwerfer an: In den riesigen Ateliers der Johannisthaler Filmanstalten (Jofa) – am Segelfliegerdamm, wo später der Betrieb „Kühlautomat“ seinen Produktionsstandort hatte – entstanden namhafte Stumm- und Tonfilme wie „Nosferatu“ und „Ein Lied geht um die Welt“. Zwischen 1946 und 1961 war Johannisthal Dreh- und Produktionsort der DEFA, später des DDR-Fernsehens. Während die Film- und Fernsehproduktionen aus Johannisthal bis heute unvergessenen sind, ist die Erinnerung an die einstige „Traumfabrik“ fast völlig verblasst. Diese Ausstellung wurde vom Autor und Jofa-Experten Wolfgang May und der Filmwissenschaftlerin Irina Vogt kuratiert. Sie basiert auf der gleichnamigen Publikation „Berlins vergessene Traumfabrik“ von Wolfgang May, die aktuell leider vergriffen ist.


Dieser Artikel stammt aus dem blättchen vom Dezember 2025. Die Zeitungen des Bezirksvorstandes und der Fraktion können hier runtergeladen werden. Beide Zeitungen gibt es auch als kostenloses Abo.

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