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Treptow braucht die Lärmschutzwand an der A100!

Die A100 in Treptow. Hier die Baustelle im Frühjahr 2019. Foto: Bernd Kalweit

Lärmschutz notwendig

Die Autobahn wird entgegen aller klima- und verkehrspolitischen Notwendigkeiten noch immer gebaut. Der 16. Bauabschnitt der A100 soll 2024 eröffnet werden und noch immer ist kein Verkehrskonzept in Sicht, um die Autoflut, die sich nach Alt-Treptow ergießen wird, zu bändigen. Seit diesem Jahr verstärkt die Wiederinbetriebnahme der Görlitzer Bahnstrecke den Schienenlärm und deshalb ist es allerhöchste Eisenbahn die angrenzenden Wohnhäuser etwas besser vor dem Lärmzuwachs zu schützen.

Bereits seit vielen Jahren streitet die Anwohner*inneninitiative A100 Treptow dafür, dass zumindest die Anlieger*innen besser vor dem zu erwartenden Verkehrslärm geschützt werden. Die Initiative will, dass eine Lärmschutz- bzw. Emissionsschutzwand errichtet wird. Diesem Anliegen hat sich jüngst auch die Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick einstimmig angeschlossen und Katalin Gennburg hat sich als Abgeordnete dementsprechend bei der Landesregierung dafür stark gemacht.

Die Initiative selbst ist inzwischen in direktem Austausch mit dem verantwortlichen Staatssekretär Streese (GRÜNE), der in dieser Frage kürzlich in einem Gespräch eine große Offenheit signalisiert hat. Allerdings geht die Verantwortung für die Ausführung der Autobahnplanung 2021 von Berlin an die Infra­strukturgesellschaft des Bundes über und deswegen muss jetzt schnell gehandelt werden.

Nun gilt es, die verbleibenden zwei Monate bis dahin zu nutzen, um die Aufgeschlossenheit des Staatssekretärs in Taten umzusetzen und entsprechende Umplanungen aufzugleisen, die den Schutz der Anwohner*innen vor krankmachendem Lärm gewährleisten.

Hierfür gilt es auch, kreativ zu werden: Sollte das Land nicht die Möglichkeit haben, sich die nötigen Grundstücke zur eigenständigen Errichtung einer Lärmschutzwand zu verschaffen, so müssen jetzt zügig entsprechende Umplanungen vorgenommen werden. Denn eins ist klar: Auch wenn weder Bund noch Land rechtlich zur Errichtung einer Lärmschutzwand verpflichtet sind, so ist diese keinesfalls verboten; in jedem Fall aber geboten. Daher müssen auf politischer Ebene noch alle Register gezogen und alle Fragen gestellt werden. Man könnte zum Beispiel fragen, ob denn der geplante Fledermausschutzzaun nicht schallschluckend verstärkt werden kann und das Stützbauwerk auch eine schallschluckende Wand tragen könnte, statt nur eines Zaunes. Man könnte auch fragen, ob nicht die Machbarkeitsstudie zur Errichtung eines Autobahndeckels hier in Treptow beschleunigt werden müsste, den Katalin Gennburg ebenfalls als Lösung für die städtebauliche Integration der Autobahn ins Spiel gebracht hat.

Wichtig ist vor allem eines: Es gibt die politische Offenheit auf Landesebene, jetzt noch schnell zu handeln und damit den Anliegen der Anwohner*innen und dem entsprechenden Beschluss der BVV Folge zu leisten. Damit diese in den kommenden beiden Monaten zum Erfolg führen, muss auf allen Ebenen der Bedarf nach Lärmschutz noch stärker an die Personen herangetragen werden, die die Verantwortung tragen. Gern können sich auch die Leser*innen hier zu Wort melden und dem Staatssekretär in dieser Sache selbst schreiben. Denn eines ist klar: Egal wie die politischen Parteien und Bewohner*innen in Treptow-Köpenick zum Autobahnbau stehen, ihnen allen ist klar, dass Lärmschutz ein Muss ist, wenn man im 21. Jahrhundert noch Autobahnen bauen möchte.

Katalin Gennburg, MdA
Fraktion DIE LINKE


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