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Aus dem Rathaus

Paten für Gedenkort Altglienicke gesucht

Gedenkstätte

Namenlose Tote aus der Anonymität holen

Die Begräbnisstätte für 1.360 Opfer nationalsozialistischer Gewalt auf dem Friedhof in Altglienicke wird zu einem Erinnerungsort umgestaltet.

Das Anliegen ist, die 1.360 Toten, die bisher namenlos in einem Sammelgrab bestattet sind, aus der Anonymität zu holen und einen würdevollen Begräbnisort zu schaffen. Dies soll den Hinter­bliebenen eine angemessene Trauer­bewältigung ermöglichen und die Erinnerung an die damaligen Ereignisse für nachfolgende Generationen wachhalten. Auf dem Begräbnisplatz sind Urnen von Opfern aus Konzentrationslagern und Tötungsanstalten (Euthanasie) in einem Sammelgrab auf kleinstem Raum bestattet worden.

Für die Neugestaltung der Begräbnisstätte ist ein Wettbewerb ausgelobt worden, bei dem der Entwurf der Arbeitsgemeinschaft struber_gruber mit outside landschaftsarchitektur aus Wien im März 2019 ausgewählt wurde. Der Entwurf, der nun realisiert wird, sieht eine Gliederung des betreffenden Friedhofsbereiches in zwei Teilbereiche vor: ein durch ein Metallband eingefasstes und bepflanztes Urnengrabfeld und ­einen separaten, sich unmittelbar anschließenden Versammlungsbereich mit einer Namenswand. Die Leitidee bei der Umsetzung des Konzeptes besteht darin, durch eine partizipative Mitwirkung von Bürgerinnen und Bürgern ein aktives Erinnern und Gedenken zu fördern. Es werden daher Patinnen und Paten gesucht, die die Namen und Lebensdaten der Verstorbenen mit ihrer persön­lichen Handschrift festhalten. Die auf diese Weise dokumentierten Namen und Daten werden anschließend auf Glaswände übertragen, welche ­L-förmig parallel zur Friedhofsmauer aufgestellt werden.

Der Aufruf zur Übernahme einer Patenschaft richtet sich zum einen an Hinterbliebene der hier Begrabenen, zum anderen an interessierte Bürgerinnen und Bürger und soll zum Mitwirken an dieser Form des Erinnerns und Gedenkens anregen. Weitere Informationen finden Interessierte auf der Internetseite www.erinnerungsort-altglienicke.de. Dort ist auch der Anmeldebogen für die Übernahme einer Patenschaft hinterlegt. Das Schreiben der Namen wird am 27. Januar 2020 stattfinden, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.


Dieser Artikel erschien zuerst in Aus dem Rathaus vom 07.11.2019

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