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Ohne Abos keine Gegenöffentlichkeit

Die neue Wochenendausgabe des nd entwickelt sich zur umfassenden Wochenzeitung.

Produktion und Zustellung einer Zeitung kostet Geld, auch digital.

In letzter Zeit haben alle Mitglieder der Partei DIE LINKE ein dickes Paket in ihrem Briefkasten gefunden. Darin die Mitgliederzeitschrift Disput und ein Exemplar von nd.DieWoche. In einem gemeinsamen Brief bitten Parteivorstand und nd, mit Abos die Zukunft beider Publikationen zu unterstützen.

Wir befragten dazu Chefre­dakteur Wolfgang Hübner und Geschäftsführer Matthias Schindler von nd.

Frage: Was hat Euch zu dieser gemeinsamen Aktion veranlasst?

Matthias: Die Geschichte von nd ist eng mit der Partei DIE LINKE. verbunden. In den letzten Jahren hat sich deren Mitgliederstruktur spürbar verändert. Die Linkspartei ist jünger und bunter geworden. Sie verteilt sich über die gesamte Bundesrepublik. Diese Mitglieder suchen nach Informationen, Analysen und Bewertungen gesellschaftlicher Entwicklungen. Wir waren der Meinung, dass es vor diesem Hintergrund sinnvoll ist, nd als Teil der linken Gegenöffentlichkeit noch einmal vorzustellen.

Frage: Nun haben sich Dynamik und Möglichkeiten der Informationsbeschaffung deutlich verändert. Die gedruckte Zeitung, für die immer höhere Preise bezahlt werden müssen, ist in der Krise. Da packt ihr 32 Seiten gedruckte Worte und Bilder in einen Briefumschlag und hofft auf Resonanz?

Wolfgang: nd.DieWoche haben wir im Oktober 2018 als Reaktion auf das veränderte Leseverhalten herausgebracht. Das Wochenende bietet mehr Zeit für ausführliche Lektüre. Die Resonanz darauf war positiv. Diese Entwicklung hält bis heute an. Deshalb haben wir die Wochenendausgabe ausgewählt. Außerdem ist nd.DieWoche exemplarisch für die Themenvielfalt und den Journalismus von nd sowie seine Präsentation.

Frage: Trotzdem habt ihr gleich eine Hürde eingebaut. Wer mehr lesen will, muss sich anmelden und auch bezahlen. Warum habt ihr das Ganze nicht kostenfrei gemacht?

Matthias: Ganz einfach, Produktion und Zustellung einer Zeitung – ob gedruckt oder digital – kosten Geld. Da nd sich ausschließlich aus Verkaufserlösen finanziert, hängt seine Existenz eben davon ab, dass es nicht nur gelesen, sondern auch bezahlt wird. Darauf wollen wir von Anfang an aufmerksam machen. Wir haben jedoch für die Mitglieder ein spezielles Angebot entwickelt. 10 Wochen lang erhalten sie nd.DieWoche am Wochenende gedruckt und täglich die fünf wichtigsten Artikel als nd.kompakt digital. So können sie die Vielfalt von nd entdecken und am Ende entscheiden, ob und wie es weitergeht.

Frage: Bedeutet das dann eine Entscheidung für täglich Gedrucktes im Briefkasten?

Matthias: Das wäre eine Variante. Die Mehrzahl unserer langjährigen Leser_innen liest die Zeitung auch noch so. Aber wir reagieren auf veränderte Lesegewohnheiten und die finanziellen Möglichkeiten. Wir wissen auch, dass die gedruckte Zeitung nicht überall früh zugestellt werden kann. Deshalb bauen wir digitale Angebote aus.

Frage: Also eine größere Vielfalt der Bezugsmöglichkeiten?

Wolfgang: Neben nd.DieWoche sonnabends veröffentlichen wir „neues deutschland“ nach wie vor an den Wochentagen. Komplett wird das Paket mit der Wirtschaftszeitung "OXI" jeden vierten Sonnabend und mit dem digitalen sogenannten Leftstyle-Magazin "supernova".

Frage: nd versteht sich als unabhängige Tageszeitung. Wie ist das Verhältnis zur Partei DIE LINKE?

Wolfgang: Ja, wir sind eine unabhängige Redaktion, stehen aber als linkes Blatt der Linkspartei politisch nahe. Das heißt Berichterstattung, Aufgreifen von Themen und Debatten sowie kritische Begleitung. Das ist nicht immer einfach, wenn man sich die Vielfalt der unterschiedlichen Positionen innerhalb der gesellschaftlichen Linken ansieht. Und es ist auch so, dass wir als Zeitung bemüht sind, eine möglichst große Bandbreite aktueller gesellschaftlicher und internationaler Entwicklungen abzubilden, zu informieren, zu analysieren und diese einzuordnen. In diesem Sinn leistet nd seit 1990 einen wichtigen auf­klärerischen Beitrag zu einer linken, sozialen, solidarischen Gegenöffentlichkeit.

Matthias: Damit das so bleiben kann, haben wir uns an die Mitglieder der DIE LINKE mit unserem Angebot zum Abonnement gewandt und hoffen, dass es angenommen wird. In diesem Sinn freuen wir uns über Rückmeldungen, ob als Probeabo oder in anderer Form.


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