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Aus dem Rathaus

Mehr Freiräume für Kinder und Jugendliche!

Foto: Peter – pixelio.de

Flächen für Spiel und Sport werden weniger

Die Stadt wird immer enger. Freiflächen verschwinden unter Neubauten, Parks werden eingezäunt, abseits gelegene Orte werden stärker besucht, kurzum: freie Flächen werden immer weniger. Besonders Kinder und Jugendliche leiden darunter, dass es weniger Möglichkeiten für sie gibt, sich öffentlich und ungezwungen zu treffen. Sport im Verein ist nicht immer eine brauchbare Alternative zu einem spontanen Fussballnachmittag mit Freundinnen und Freunden, bei dem auch das soziale Miteinander nicht zu kurz kommt. Deshalb braucht es neben Vereinsstrukturen auch Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche, sich frei zu bewegen. Die Fraktion DIE LINKE setzt sich daher dafür ein, in der wachsenden Stadt etwa auch Schulsportplätze außerhalb von Schul- und Vereinsnutzung zu öffnen, wenn Vandalismusschäden in Grenzen gehalten werden.

Genau das Gegenteil will die AfD, wenn sie sich für überwachte und strengere Schließzeiten des Bolzplatzes an der Hänselstraße inklusive häufiger Bestreifung einsetzt. In der Januarsitzung der Bezirksverordnetenversammlung zeigt sie dabei die alte Masche (siehe „So funktioniert die Provokationsspirale der AfD“, Blättchenausgabe November 2018): Lärm sei schlecht – Lärm von Bolzplätzen müsse eingeschränkt werden – denn arabische Jugendliche würden zu laut Fußball spielen.

„Lärm von Kindern und Jugendlichen muss man in einer großen Stadt wie Berlin aushalten. Auf dem Bolzplatz in der Hänselstraße wurden nach Gesprächen mit Anwohnerinnen und Anwohnern bereits lärmreduzierende Maßnahmen ergriffen, etwa geräuschmindernde Tore und Gitter aufgestellt und Schließzeiten ausgewiesen. Die Beschwerden gingen zurück. Der Hinweis auf die vermutete Nationalität der dort spielenden jungen Menschen ist schäbig, weil es einfach keine Rolle spielt, wer den Lärm verursacht“, kontert Marina Borkenhagen, Sprecherin für Umwelt, am Rande der Sitzung. „In dieser Ecke ist es eine der letzten Freiflächen, eingegrenzt von Straßen. Da gibt es sonst keinen Platz.“, erklärt auch Karin Kant, Sprecherin für Jugendpolitik. Das Lärmproblem aus der Innenstadt, wo neue Wohnungen neben lange bestehenden Clubs diese verdrängt haben, zeige sich zunehmend auch in den Außenbezirken. Die Insel der Jugend hatte wegen Beschwerden aus der neuen Wohnbebauung in Alt-Stralau ihr Angebot stark einschränken müssen, und auch das Haus der Jugend Köpenick war zuletzt in den Fokus gerückt, weil Eigentümerinnen und Eigentümer angrenzend neu errichteter Wohnhäuser sich von den dortigen Konzerten gestört fühlten. „Wir werden weiter für den Erhalt von Freiräumen für Kinder- und Jugendliche kämpfen“, verspricht Kant.


Dieser Artikel erschien zuerst in Aus dem Rathaus vom 02.2019

Aus dem Rathaus ist die monatlich erscheinende Zeitung der BVV-Fraktion DIE LINKE, in der über aktuelle Themen der Bezirksversammlung und Kommunalpolitik berichtet wird. Sie wird als Einleger im Blättchen flächendeckend im Bezirk verteilt. Beide sind zudem auch kostenlos online erhältlich.

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