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„Kultur ins Grundgesetz“ - Bemerkenswerte Initiative aus Treptow-Köpenick

„Die Arbeit aller Kunst- und Kulturschaffenden ist als eine gesellschaftliche zu sehen und darf nicht mit wirtschaftlichen Maßstäben gemessen werden. Letzteres verhindert, dass jeder Mensch, egal welchen sozialen Standes, Zugang zu Kunst und Kultur bekommt und dass die vermeintliche Freiheit der Kunst und Kultur eine wirtschaftlich abhängige ist. Kultur ist Bildung und muss deshalb Obliegenheit des Staates und aller gesellschaftlichen Kräfte sein“ – so begründet Kathrin Schülein, die Theaterleiterin des Theaters Adlershof und eine der Initiatorinnen der Open-Petition „Kultur ins Grundgesetz“ ihr Engagement. Schließlich wurde die Idee Ende des vergangenen Jahres im Theaterzelt ihres Theaters geboren.

Kunst und Kultur existieren nicht um ihrer selbst willen, sondern brauchen und suchen den Dialog dem Publikum. Alle müssen daran teilhaben können, unabhängig von seiner Lebenssituation, bei vielfältigen Angeboten, die man auch ohne viel Geld und auch ohne weite Wege in Anspruch nehmen kann. Und obwohl dieses Menschenrecht in der UN-Charta verbrieft ist – zu deren ­Unterzeichnern die Bundesrepublik Deutschland gehört – sind wir von der Schaffung der dafür notwendigen Chancengleichheit noch sehr weit entfernt. Deshalb lauten die beiden ersten Forderungen der Petition:

• Den Schutz von Kunst und Kultur als Grundrecht im Grundgesetz zu verankern.

• Das Recht auf unbeschränkte Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger am kulturellen Leben und an kultureller Bildung als Grundrecht im Grundgesetz zu verankern.

Und, mindestens genauso wichtig, ist die Situation der Menschen, die Kunst und Kultur für uns machen. Das hat uns die Pandemie deutlich wie nie vor Augen geführt.

Dem trägt die dritte Forderung der Petition Rechnung:

• Langfristige stabile Sicherungsinstrumente für Kunst- und Kulturschaffende zu etablieren sowie ein auf sie zugeschnittenes gesetzliches Regelwerk zu schaffen, das sie vor unverschuldeten Verdienstausfällen schützt.

Es gibt viele Menschen, die das ähnlich sehen. Es ist spannend, sich die Liste der ErstunterzeichnerInnen anzuschauen. Da stehen unter anderem Wim ­Wenders, Konstantin Wecker, Marion Brasch, Klaus Lederer, Gregor Gysi, Till Brönner, Antje Vollmer, Hans Eckhardt Wenzel und, und, und…

Diese Liste und weitere Informationen zur Petition sind zu finden unter: https://www.kulturinsgrundgesetz.de

Unterschreiben kann man noch bis zum 13. Juni 2021 unter: https://www.openpetition.de/petition/unterzeichner/kultur-ins-grundgesetz .

Edith Karge

Dieser Artikel stammt aus dem blättchen vom Februar 2021.  Die Zeitungen des Bezirksvorstandes und der Fraktion können hier runtergeladen werden.

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