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Edith Karge

Krach in der „Alten Schule“ in Adlershof

Die kommunale Galerie in der Alten Schule Adlershof. Foto: Petra Reichardt

Fehlende Beteiligungskultur stellt Vorhaben in Frage

Gute Nachrichten für das Kulturzentrum „Alte Schule“ in Adlershof:
Hier wird renoviert, saniert, neu geordnet werden und bei alldem barrierefreier Zugang geschaffen zum Kiezklub, der Stefan-Heym-Bibliothek, der Artothek, der (einzigen!) kommunalen Galerie des Bezirks.

Also alles bestens? Bei Weitem nicht.
Zu Beginn des Jahres gab es einen geharnischten Protestbrief des BBK (Berufsverband Bildender Künstler) gegen die vorgestellten Umbauvorhaben. Dreh- und Angelpunkt der Kritik ist der Plan, den schönsten, hohen und hellen Ausstellungsraum der Galerie, die ehemalige Schulaula, durch eine Art transparentes Treppenhaus zu teilen und ihm damit seinen einzigartigen Charakter zu nehmen.

Das empörte auch die Mitglieder der Basisgruppe der LINKEN in Adlershof. „Das ist ein Skandal und muss publik gemacht werden!“, meint deren Sprecher Nick Michalzik. Vor allem ärgert ihn, dass durch das Kulturamt die Künstlerinnen und Künstler, deren Arbeiten in den Räumen der Galerie gezeigt werden, in keiner Weise in die Umbaupläne einbezogen – und ihre Vor­stellungen und Meinungen nicht zur Kenntnis genommen wurden.

Und das ärgerte auch einen Großteil der Mitglieder des Kulturausschusses der BVV. Im Ergebnis einer sehr emotional geführten Debatte in der Januar-Sitzung rief Kulturstadträtin Flader eine Krisensitzung mit den unmittelbar Beteiligten ein. Man einigte sich auf einen Kompromiss, der natürlich nicht alle restlos glücklich macht. Alle Anforderungen unter einen Hut zu bringen ist nicht einfach. Immerhin wird zugesichert, im Gespräch zu bleiben und künftig die Künstlerinnen und Künstler in die Beratungen zur Gestaltung der Aula kontinuierlich einzubeziehen.

Aber es gibt Hoffnung:
Unter dem Motto „Gemeinsam Stadt machen“ hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen bereits einen Leitlinienprozess für Bürger*innenbeteiligung auf Landesebene angestoßen.
Nun sollen auch für Treptow-Köpenick „Leitlinien zur Beteiligung bei partizipativen Prozessen“ entwickelt werden, um lokal angepasste und verbindliche Beteiligungskultur sowie ein hohes Niveau an Partizipation zu etablieren. Man möchte doch davon ausgehen, dass das Bezirksamt dann seine eigenen Leitlinien ernst nimmt.


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