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Ist die Wuhlheide wirklich zu klein für Union und Mellowpark?

Ein BVV-Beschluss, der das Bezirksamt auffordert, den Nutzungsvertrag mit dem Mellowpark zu verlängern, wird von einigen Verantwortlichen beim 1. FC Union, einer Zeitung und der SPD als gegen den Fußballverein gerichtet hingestellt. hier ist unsere Position.Ein BVV-Beschluss, der das Bezirksamt auffordert, den Nutzungsvertrag mit dem Mellowpark zu verlängern, wird von einigen Verantwortlichen beim 1. FC Union, einer Zeitung und der SPD als gegen den Fußballverein gerichtet hingestellt. Hier ist unsere Position.

Liebe Fans des 1. FC Union,

auf der Homepage des Vereins wird eine Presseerklärung der SPD-Fraktion in der BVV veröffentlicht. Das steht dem 1. FC Union selbstverständlich frei – ob (Partei-)Politik nun etwas im Stadion zu suchen hat oder nicht. Ich will Ihnen die Position meiner Fraktion erläutern.

Vor gut zwei Wochen haben wir erfahren, dass das Rechtsamt des Bezirks Probleme bei der Verlängerung der Nutzungsvereinbarung zwischen Mellowpark und Bezirksamt macht. Die Verlängerung benötigt der Mellowpark dringend, um Kredite zu erhalten, die er für die Durchführung des Anfang des Jahres eingeleiteten Bebauungsplanverfahrens zur Entwicklung der früheren Paul-Zobel-Sportanlage, An der Wuhlheide 250 - 270, also schräg gegenüber vom Stadion, benötigt. Also haben Piraten, CDU und LINKE einen gemeinsamen Antrag in der BVV gestellt, der das Bezirksamt auffordert, zügig eine solche Vereinbarung herbeizuführen. Die Grünen sind dem Antrag beigetreten.

Dass es dabei offenbar nicht nur um juristische Dinge ging, wurde deutlich, als die SPD den Antrag nicht unterschreiben wollte, der Vermögensausschuss des Abgeordnetenhauses einen Besprechungspunkt zu diesem Thema auf die Tagesordnung setzte und ein an den Bezirksbürgermeister gerichteter Brief des Präsidenten des 1. FC Union, Dirk Zingler, bei den Bezirksverordneten einging, der Anspruch auf die Fläche zwecks Errichtung eines Nachwuchsleistungszentrums erhob.

Nicht alle in der LINKEN sind Fans des 1. FC Union, aber sehr viele. Der Verein genießt weit über Treptow-Köpenick hinaus auch in unseren Reihen Sympathien und nicht wenige Mitglieder fiebern regelmäßig im Stadion mit. Wir sind uns der sportlichen, wirtschaftlichen, vor allem aber der identitätsstiftenden Wirkung des Vereins bewusst und wollen deshalb auch den sportlichen Erfolg auf der Grundlage einer guten Nachwuchsarbeit.
Zu dem, was den Verein aus- und anders macht, gehört auch, dass die Interessen des Vereins nicht rücksichtslos auf Kosten anderer durchgesetzt werden. Es mag sein, dass die noch nicht erfolgte Verlängerung der Nutzungsvereinbarung mit dem Mellowpark die Möglichkeit der Verdrängung zugunsten eines Nachwuchsleistungszentrums eröffnet. Nach dem, was der Mellowpark dort aber plant und nach dem, was dort bereits an Zeit und Geld investiert worden ist, ist es keine besonders faire Möglichkeit.

Präsident Dirk Zingler schlägt vor, den Mellowpark in die Wuhlheide zu verlagern. Warum eigentlich? Der Mellowpark bespielt heute eine größere Fläche als ein Nachwuchsleistungszentrum in Anspruch nehmen würde. Union könnte mit der Errichtung eines Nachwuchsleistungszentrums erst nach Abschluss aller planungs- und genehmigungsrechtlichen Fragen und erfolgtem Umzug des Mellowparks beginnen. Zumal die planungs- und genehmigungsrechtlichen Fragen wegen der Austragung von Meisterschaften, öffentlichen Veranstaltungen und auch darüber hinaus sehr viel intensiveren Nutzung wohl langwieriger und schwieriger al
s bei der Errichtung eines Nachwuchsleistungszentrums wären. Und die Kosten dafür, so Präsident Zingler, will Union ja dann auch noch tragen. So gewinnen weder Mellowpark noch Union.

Die Fraktion DIE LINKE will ein Nachwuchsleistungszentrum in räumlicher Nähe zu Stadion und Alter Försterei in der Wuhlheide. Auch wenn Mellowpark und Nachwuchsleistungszentrum nicht zusammen auf die frühere Paul-Zobel-Sportanlage passen, schließt dies eine Kooperation bei der Entwicklung der Fläche nicht aus, sondern ausdrücklich ein. Dafür wäre es hilfreich, wenn nicht Briefe an den Bezirksbürgermeister geschrieben würden, sondern die Verantwortlichen von Union und Mellowpark das nachbarschaftliche Gespräch suchen und für eine win-win-Situation für beide Vereine und die Region sorgen.

Insofern verbleibe ich mit den besten Wünschen für besinnliche Feiertage und einen guten Start in das Jahr 2016.

u.n.v.e.u.

 

Ihr
Philipp Wohlfeil
Fraktionsvorsitzender

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