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Der Blick in die Sterne ist wieder uneingeschränkt möglich.

Denis Petri

Freie Sicht für die Archenhold-Sternwarte

Investitionen in den Ort der Forschung nötig

Noch in dieser Fällsaison wird mit dem denkmalgerechten Beschnitt von Bäumen im Treptower Park rund um die Archenhold-Sternwarte begonnen, damit der Große Refraktor wieder in die Sterne blicken kann.

Die Archenhold-Sternwarte ist die älteste und größte Volkssternwarte Deutschlands. 1896 ursprünglich für die Berliner Gewerbeausstellung gebaut kann man hier mit dem längsten beweglichen Linsenfernrohr der Welt den Himmel beobachten. Die Sternwarte befindet sich im Treptower Park inmitten eines umfangreichen Baumbestands. Diese Bäume waren in den vergangenen Jahren so hoch gewachsen, dass das weltgrößte Linsenteleskop keinen freien Blick auf alle Sterne mehr erhaschen konnte. Kompliziert wurde die Situation auch, weil die Sternwarte als Bau- und der umliegende Park als Gartendenkmal gelistet sind und dadurch eine vermeintliche Konkurrenz in der denkmalgerechten Behandlung auftrat.

“Dass es soweit kommen musste, hängt auch mit der verheerenden Sparpolitik der letzten Jahrzehnte bei der Pflege der Grünflächen zusammen, damit muss endlich Schluss sein. Bei einem Besuch der Sternwarte in meinem Wahlkreis schilderte mir der Sternwarten-Chef Felix Lühning die Probleme eindrücklich: Es braucht endlich wieder Investitionen in diesen Ort der Forschung, von der sicheren Zuwegung des Ortes mit einer Bedarfsampel angefangen, bis hin zur Sicherung der grenzenlosen Weitsicht ohne Bäume vor der Linse!” so Katalin Gennburg.

Ein persönliches Schreiben der Wahlkreisabgeordneten Katalin Gennburg an den Regierenden Bürgermeister und Wissenschaftssenator Michael Müller veranlasste diesen, auf den Bezirk Treptow-Köpenick einzuwirken. Im Ergebnis steht nun fest, dass es möglich ist, den Baumbestand um die Sternwarte denkmalgerecht so zu beschneiden, dass der Große Refraktor wieder zur Sternenbeobachtung und der Erfüllung des Bildungsauftrags der Sternwarte zur Verfügung steht.

„Ich bin auf jeden Fall sehr froh, dass auch Michael Müller die überragende Bedeutung von Treptower Park und Archenhold-Sternwarte für Berlin benennt und sich für eine Lösung eingesetzt hat. So steht das Fernrohr an seinem 125. Geburtstag 2021 in meinem Wahlkreis wieder für Himmelsbeobachtungen zur Verfügung. Für eine bessere finanzielle Ausstattung des Standortes der Berliner Wissenschaft und Forschung werde ich mich weiterhin einsetzen”, so Gennburg weiter.


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