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Autoarmes Stadtquartier am ehemaligen Güterbahnhof

Blick nach Westen, Foto: Dirk Laubner (Mai 2019) SenStadtWohnen

1.800 Wohnungen für Treptow-Köpenick geplant

Der Berliner Senat hat in seiner Sitzung am 1. Oktober auf Vorlage der Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher (DIE LINKE), für das Areal des ehemaligen Güterbahnhofs Köpenick und angrenzende Bereiche eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme gemäß §165 Baugesetzbuch (BauGB) beschlossen.

Das Gebiet ist eines der 14 neuen Stadtquartiere, in denen das Land Berlin in den kommenden Jahren die Errichtung von 43.500 Wohnungen plant.

Am ehemaligen Güterbahnhof Köpenick sollen rund 1.800 Wohnungen entstehen, mindestens 40 Prozent preis- und belegungsgebunden.

Am Wohnungsbau auf den zukünftig landeseigenen Flächen sollen Genossenschaften mit mindestens 20 Prozent beteiligt werden. Zudem werden die vorhandenen kleinteiligen Gewerbebetriebe vor Ort gesichert und neue Arbeitsplätze geschaffen. Das neue Stadtquartier wird „autoarm“ angelegt und mit Mobility-Hubs und weiteren Mobilitätsangeboten ausgestattet werden. Zwei Grundschulen und eine Integrierte Sekundarschule (ISS) sollen künftig die Schulplatzversorgung in den benachbarten Quartieren des Bezirkes Treptow-Köpenick stärken und so das sich bereits heute abzeichnende Defizit ausgleichen.

Im Zuge der Gebietsentwicklung wird das übergeordnete Straßennetz durch die geplante Ostumfahrung Bahnhofstraße ebenso wie das Fuß- und Radwegenetz bedarfsgerecht erweitert. So können die bestehenden verkehrlichen Engpässe und Barrieren überwunden und eine bessere Vernetzung mit den benachbarten Stadtteilen hergestellt werden.

Senatorin Lompscher: „Mit dem Beschluss sind wir mit der Revitalisierung des seit Anfang der 90er Jahre brachliegenden ehemaligen Güterbahnhofareals ein entscheidendes Stück vorangekommen. Bei der Erarbeitung des Konzepts für das neue Stadtquartier wurden bereits frühzeitig die zuständigen Fachverwaltungen, Träger öffentlicher Belange und weitere Beteiligte einbezogen, der Prozess selbst wurde von einem intensiven öffentlichen Diskurs begleitet. Die in den Gesprächen mit allen Betroffenen im Gebiet vorgebrachten Anregungen sind in die Konzeptionierung eingeflossen und werden bei den zukünftigen Planungsaufgaben für das neue Stadtquartier Berücksichtigung finden.“

Die Entstehung des neuen Quartiers ist mit einer umfassenden Neuordnung des vorhandenen Stadtgefüges verbunden. Parallel zu der geplanten Gebietsentwicklung wird mit dem von der Deutschen Bahn AG geplanten neuen Regionalbahnhof Köpenick unmittelbar am vorhandenen S-Bahnhof die übergeordnete Anbindung des neuen Stadtquartiers an den regionalen Schienenverkehr realisiert.

Dazu hatte die Linksfraktion in der BVV gefordert, dass in dem neuen Wohnquartier auch die Versorgung mit Schulplätzen, Kitas und sozialer Infrastruktur gesichert werden müsse. Dazu soll eine Gemeinschaftsschule auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhof Köpenick Süd entstehen. Gemeinsam mit der SPD beschloss DIE LINKE dafür 50 Millionen Euro zusätzlich zur Investitionsplanung bereitzustellen.


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