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Linksjugend - Nico Rohland

Antifa bleibt Handarbeit

Am 11. Mai war es so weit: Das 29. Bölschefest fand in Friedrichshagen statt. Es sollte aber kein Bölschefest wie jedes andere werden – Aktivistinnen und Aktivisten des überparteilichen Bündnisses „Aufstehen gegen Rassismus“ (AgR), unter ihnen auch Linksjugend und Jusos in Treptow-Köpenick haben das Fest in diesem Jahr unter das Motto „Bölschefest Nazifrei!“ gestellt. Es richtet sich gegen nationalchauvinistische Tendenzen, die sich in unserer Gesellschaft verbreiten und deren Akteure letztendlich mit ihren Absichten unsere freiheitliche Gesellschaft zerstören wollen, mit selbstausgedachten „Fakten“ und widerlicher Hetze gegen alles Fremde das Sagbare nach rechts verschieben – allen voran die AfD im bürgerlichen Gewandt.

Die AfD ist keine Partei wie jede andere, Faschistinnen und Faschisten und andere Rechtsextreme finden in ihr ein behütetes zuhause, um von dort aus ihre menschenverachtenden Positionen in die Gesellschaft zu tragen. Dabei ist es vollkommen egal, ob man sich die AfD auf Bundes-, Landes- oder Bezirksebene anschaut. Wir wollen das nicht hinnehmen – und haben mit unserer extra für das Bölschefest gedruckten Broschüre aufgeklärt.

Die AfD Berlin rund um Beatrix von Strolch hat am Freitag vor dem Bölschefest unsere Bemühungen veröffentlicht – ob die Art und Weise überhaupt legal war, wird an anderer Stelle geklärt werden. Es folgte eine Diskreditionskampagne gegen Einzelpersonen und wildes Umherschmeißen von beliebigen Straftatbeständen in den sozialen Medien, deren einzige Gemeinsamkeit war, dass sie nicht ansatzweise mit dem Thema zu tun hatten. Wir haben uns von der AfD nicht einschüchtern lassen und haben es geschafft, innerhalb von gerade einmal knapp 2 Stunden fast unser gesamtes Material – immerhin über 2.000 Flyer und viele Sticker an die Festbesucherinnen und Festbesucher zu verteilen und haben viel Zuspruch erhalten.

Die AfD hat es trotz ihres kläglichen Versuchs, unser Vorgehen zu Skandalisieren, nicht geschafft, eigene Kräfte zu mobilisieren. In ihrem Frust hat sie erfolglos versucht, die Veranstalter und die Polizei dazu zu drängen, uns zum Gehen zu zwingen und dabei leider übersehen, dass Antifaschismus kein Verbrechen, sondern die Pflicht eines jeden aufrechten Demokraten ist. Es folgten laut AfD-Darstellung auch noch drei Anzeigen gegen Unbekannt, deren Einstellung wir schon entgegenfiebern. Die AfD versucht nun in einem Hetzvideo und über die sozialen Medien wiederum einzelne Aktivistinnen und Aktivisten anzuprangern – wahlweise als „Rädelsführer“, „Marktwirtschaftsfeind“ (Ist das nicht eigentlich ein Lob?) etc. In der BVV versucht sie nun einen stellvertretenden Bürgerdeputierten abwählen zu lassen – bisher erfolglos. In ihrer Not gibt sich die AfD der Lächerlichkeit preis, für uns nur mehr Ansporn, einzutreten für eine Offensive von links, für eine bunte, tolerante und solidarische Gesellschaft und wehrhafte Demokratie. In diesem Sinne freuen wir uns schon auf das nächste Jahr, wenn es wieder heißt: Bölschefest Nazifrei!

Nico Rohland, Mitglied des Bezirksvorstands und Linksjugend Treptow-Köpenic


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