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Hilfen bei Long-COVID und Post-COVID-Syndrom

Philipp Wohlfeil

Antrag, interfraktionell mit B'90Grüne, SPD

Die Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick von Berlin möge beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, Maßnahmen zu treffen, um Menschen, die unter dem Long-COVID
bzw. Post-COVID-Syndrom leiden, bei der Bewältigung ihrer Erkrankung zu unterstützen. Es
sollten insbesondere die unterschiedlichen Hilfsangebote für Menschen, die unter Long- COVID
bzw. Post- COVID leiden, gebündelt und im Fall von Leerstellen neu geschaffen werden. Dafür
sollten etwaige Fördermöglichkeiten des Bundes, Landes und gegebenenfalls weitere genutzt
werden. Dem Ausschuss für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Teilhabe und Inklusion sollte regelmäßig
über Fortschritte berichtet werden.


Begründung:
Immer mehr COVID-19-Erkrankte kämpfen in Folge der Infektion über Monate mit anhaltenden
gesundheitlichen Beschwerden, auch bekannt als Long-COVID bzw. Post-COVID-Syndrom. Long-
COVID kann jeden treffen, auch junge, gesunde Menschen, die keiner bekannten Risikogruppe
angehören.
Die ersten Studien zeigen, dass etwa 10 % aller Infizierten davon betroffen sind und 45 % dieser
Betroffenen nach über sechs Monaten nicht in der Lage sind, Vollzeit zu arbeiten und 22 %
arbeitsunfähig bleiben.
In Großbritannien und den USA wurden auf Regierungsebene bereits Initiativen zu Long-COVID
und der gezielten Betreuung von Betroffenen gestartet. In Deutschland gibt es bisher keine
fachübergreifende, patientenorientierte Behandlung – und somit oft keine akute ärztliche Hilfe für
Betroffene. Die Bundesregierung hat im Oktober 2022 angekündigt, zeitnah die Unterstützung für
Betroffene auszubauen.
Existierende Post-COVID Ambulanzen sind bereits jetzt überlastet. Folgeerkrankungen und die
vielfältigen Long-COVID Beschwerden werden somit zu spät diagnostiziert und behandelt. Ein
rechtzeitiger Bluttest kann jedoch die Biomarker für einen langwierigen Verlauf feststellen und eine
zeitnahe medizinische Behandlung die überschießende Immunreaktion eindämmen.
Wichtig ist, dass Betroffene von Long-COVID bzw. Post-COVID und ihre Angehörige schnell
Ansprechpersonen finden, die sie mit Informationen und Angeboten unterstützen können. Aktuell
gibt es noch keine medikamentöse Behandlung für diese Formen der Corona-Erkrankung.

 

Ansprechpartner: Philipp Wohlfeil

Drucksache: IX/0316

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