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Feministischer Kampftag (& globaler Klimastreik) - Linksjugend mit der AG Frauen am 8. März

Lisa Pfitzmann, Sprecherin der Linksjugend Treptow-Köpenick: „Wir wählten den Begriff des feministischen Kampftages um hervorzuheben, dass wir den 8. März nicht als einen Tag der bloßen Anerkennung und Dankbarkeit gegenüber Frauen verstehen. Die klassische Rolle der Frau, die sich wie selbstverständlich um Versorgungs- und Pflegearbeit (sogenannte Care-Arbeit) kümmert, lehnen wir ab, da sie Ursache der Unterdrückung von Frauen ist. Wir wollen an diesem und jedem anderen Tag für unsere sozialistisch-feministischen Anliegen eintreten. Patriarchale Machtstrukturen betreffen nicht ausschließlich Frauen, also sprechen wir von einem feministischen Kampftag anstelle eines Frauenkampftages. Queere Menschen beispielsweise stellen die klassische Geschlechtereinteilung von Mann und Frau in Frage. Ihre Forderungen und die Bekämpfung von Queerfeindlichkeit (z.B. Homophobie) sind also eng mit feministischen Kämpfen verbunden.“ Einen Tag zuvor besuchten die Gruppen die Kundgebung von Katalin Gennburg und dem PeeForFree-Bündnis in der Nähe vom Roten Rathaus. Das Bündnis setzt sich für kostenlose öffentliche Toiletten ein, die ökologisch, sicher und diskriminierungsfrei sein sollen. Während Pissoirs kostenfrei zur Nutzung bereitstehen, sollen für Sitztoiletten 50ct gezahlt werden. Dies entspricht nicht dem Vorhaben einer geschlechtergerechten Stadt und ist sozial-ungerecht. Kostenfreie öffentliche Toiletten sind ein feministisches Anliegen, das viele weitere Bedarfsgruppen mit einschließt, die von diesem Angebot abhängig sind (z.B. Senior:innen).

Der feministische Kampf um Unabhängigkeit dreht sich auch um den Arbeitsmarkt. Mit der Möglichkeit arbeiten gehen zu können, blieb es bei Frauen weiterhin bei der Zuschreibung, implizit für Care-Arbeit zuständig zu sein. Dies führt zu einer Doppelbelastung.

Das Berliner Bündnis Gesundheit statt Profite verband dieses Problem mit den Missständen im Bereich von bezahlter Pflegearbeit, bei der es bereits vor der Zuspitzung durch die Pandemie zu Überlastungen von Pflegepersonal kam. Unter dem Aufruf „An care denken! Kämpfe vereinen, Überlastung beenden“ schlossen sich die Linksjugend und die AG Frauen der Demonstration am Rosa-Luxemburg-Platz an.

Um 14 Uhr ging es weiter im Bezirk. Für die diesjährige Verteilaktion von DIE LINKE Treptow-Köpenick designte die AG Frauen Bierdeckel und Informationsflyer zum Thema Menstruation. Dabei verwiesen sie auf das Thema der Menstruationsarmut – dem Umstand, zu wenig Geld für Hygieneprodukte zur Ver­fügung zu haben.

In den sozialen Medien wurde auf den feministischen Kampftag auch unter dem Hashtag #PeopleNotProfit (dt: #MenschenNichtProfite) aufmerksam ge­macht. Diesen Hashtag nutzte die Linksjugend auch für den globalen Klimastreik, der am 25.3. stattfand. Sie malten ein Transparent mit der Aufschrift „Umwelt schützen, Nicht Konzerne! #PeopleNOTProfit“, um auch dort für eine nachhaltige und sozial-gerechte Zukunft zu kämpfen.

Linksjugend TK/ AG Frauen


Dieser Artikel stammt aus dem blättchen vom April 2022. Die Zeitungen des Bezirksvorstandes und der Fraktion können hier runtergeladen werden.

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