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Hauptmann-Ausstellung zieht in Musikschule - Sanierungsarbeiten im Rathaus

Noch bis zum 13.02.2022 ist die beliebte Ausstellung „Vom Sträfling zur Legende“ über den Hauptmann von Köpenick am Originalschauplatz, dem historischen Kassenraum des Rathauses Köpenick, zu sehen. Danach zieht die Ausstellung aufgrund notwendiger Sanierungs­ar­beiten im Rathaus, die voraussichtlich bis Ende 2024 dauern, vorübergehend in das Erdgeschoss der Joseph-Schmidt-Musikschule in der Freiheit 15, 12555 Berlin-Köpenick.

Zur Wiedereröffnung der Ausstellung findet am 3.3.2022 um 19 Uhr der Vor­trag „Mit Wilhelm Voigt gegen den Nationalsozialismus – Zu Carl Zuck­mayers Hauptmann von Köpenick“ statt. Referent ist der Literatur­wis­senschaftler Dr. Tilman Venzl von der Universität Bie­lefeld. Er ist Autor zahlreicher Mono­grafien und Aufsätze wie bei­spielsweise „Was ist antimilitaristische Literatur? Das Beispiel Der Hauptmann von Kö­pe­nick, mit einem unbekannten Kom­men­tar Carl Zuckmayers.“ In dem Vor­trag untersucht Dr. Venzl das Büh­nen­stück „Der Hauptmann von Köpenick“ in Hin­blick auf Zuckmayers Haltung dem Preußischen Militarismus gegenüber und kommt dabei zu teils über­ra­schen­den Ergebnissen. Mit die­ser Veran­staltung der Museen Treptow-Köpenick wird auch an den 100. Todestag von Wilhelm Voigt am 3. Januar 2022 erin­nert.

Pandemiebedingt findet der Vortag als Hybridveranstaltung statt. Es stehen einige begrenzte Sitzplätze in der Aula der Musikschule, dem Manfred-Schmitz-Saal, zur Verfügung. Um eine Anmeldung wird unter museum@ba-tk.berlin.de gebeten. Gleichzeitig sind alle Inter­es­sierten herzlich eingeladen, über einen Videokonferenz-Link (WebEx) teilzu­neh­men. Der Zugang ist über den Browser möglich, es wird hierfür kein Programm benötigt. Für einen störungsfreien Ab­lauf bitten wir Sie, die Übertragung Ihres Ton- und Videosignals zu deak­tivieren.

1906 wurde die damals selbständige Stadt Cöpenick mit einem Mal welt­berühmt. In der Uniform eines Haupt­manns verhaftete der Schuster Wilhelm Voigt den Bürgermeister Georg Langer­hans und beschlagnahmte die Stadt­kasse. Zehn Tage nach seiner Tat wurde er festgenommen und zu vier Jahren Haft verurteilt. Bereits 1908 konnte er aufgrund einer Begnadigung vorzeitig das Gefängnis verlassen. Die so­ge­nannte „Köpenickiade“ machte Wilhelm Voigt zu einem „Medienstar“ seiner Zeit. Unter den Vorzeichen der erstar­kenden Nationalsozialisten nahm Carl Zuckmayer den Stoff auf und veröffentlichte 1931 das Theaterstück „Der Hauptmann von Köpenick“.


Dieser Artikel stammt aus dem blättchen vom Februar 2022. Die Zeitungen des Bezirksvorstandes und der Fraktion können hier runtergeladen werden.

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