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Es ist nie zu SPÄTH!

Während die historische Baumschule in unserem schönen Bezirk vor zwei Jahren ihr 300-jähriges Bestehen feierte, tobt leider seit Jahren der Kampf um deren Erhalt und Uwe Doering und Katalin Gennburg besuchten den Geschäftsführer Holger Zahn, um Unterstützung anzubieten und den Sachstand zu erfragen. Auf 13 Hektar wurden hier zuletzt Bäume und Pflanzen gezogen und 65 Mitarbeiter:innen versorgen neben etlichen Privatkund:innen rund 500 Firmenkunden mit Bäumen und Sträuchern und die Baumschule ist noch(!) der letzte und einzige Komplettanbieter für Blühfreuden aller Art. Doch nicht nur das, auch Konzerte, Weinfeste und die beliebtesten Weihnachtsmärkte der Stadt sind hier zuhause .

Inzwischen mobilisieren auch die anliegenden Kleingartenvereine vom „Grünen Dreieck Späthsfelde“ (GDS) und andere gegen die Bebauung der Felder und die Zerstörung der Kleingärten sowie die planlose Verbauung und noch mehr Verkehrsinfarkte im Süd-Osten der Stadt.
Kürzlich hat der Stadtentwicklungsausschuss in der Bezirksverordnetenversammlung von Treptow-Köpenick einen einstimmigen Beschluss gefasst „bei der weiteren Entwicklung des Entwicklungsgebietes Späthsfelde für den Erhalt und die Sicherung des Kernstandortes der Baumschule als Produktions-, Verkaufs- und Eventstandort einzutreten und dabei behutsam mit dem Bau- und Gartendenkmalensemble Baum- schule Spät unter Bewahrung und Fortentwicklung der identitätsstiftenden Funktion des historischen Stammsitzes der Baumschule umzugehen“. Gleichzeitig treibt der SPD-Bausenator Geisel auf Landesebene die Immobilienentwicklung am Stadtrand voran und behauptet, man wolle den „Kernstandort erhalten“. Doch bei unserem Besuch konnte uns der Geschäftsführer nicht klar sagen, wie die Sicherung des Standortes seitens der Regierung unterstützt wird. Nur wohlfeile Worte?
Seit Jahren ist klar, dass Investoren den wertvollen Boden im Ortsteil Baumschulenweg lieber renditeträchtig betonieren wollen, statt diesen Traditionsstandort zu sichern.

Denn: die Bodenwerte schießen in den Himmel, sobald dort aus Ackerland teures Bauland auf Berliner Gebiet wird. Die beteiligten Immobilienfirmen sind indes keine unbekannten, denn mit der TAURECON ist hier nach mehreren Weiterverkäufen ein Projektentwickler unterwegs, der sich bereits im „Quartier Heidestraße“ eine goldene Nase verdiente, dem neuen Stadtquartier hinterm Hauptbahnhof. Für Katalin Gennburg als Stadtentwicklungspolitikerin ist klar: Diesen Neubau braucht Berlin nicht und die Baumschule gehört zu Baumschulenweg, wie die Spree zu Berlin!

Katalin Gennburg


Dieser Artikel stammt aus dem blättchen vom Oktober 2022. Die Zeitungen des Bezirksvorstandes und der Fraktion können hier runtergeladen werden.

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