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Wenn Gunter Demmig in eine Stadt kommt, dann geht es darum, Menschen aus dem Vergessen zu retten, zu erinnern, dass sie lebten, wo und wie lange. Es geht darum zu stolpern, innezuhalten, sich zu erinnern, dass einmal hier Juden, Sinti, Homosexuelle lebten, die man verschleppte, ermordete. In Treptow-Köpenick wurden Ende März wieder zahlreiche Stolpersteine von Gunter Demmig angebracht. Doch hinter ihm stehen diejenigen, die sich um die Geschichte der Menschen kümmern. So beispielsweise die Schüler der Köpenicker Merian-Oberschule, die sich mit dem Leben der Familie Mirauer befassten. 1943 wurde sie nach Theresienstadt deportiert, von dort nach Auschwitz verschleppt, wo sie ermordet wurde. Jetzt ist an ihrem früheren Wohnort ein Stolperstein in der Janitzkystraße in Berlin-Köpenick angebracht mit einer Messingtafel.
Darauf steht zu lesen: »Hier wohnten Franz, Gertrud und Tana Mirauer«.
Karl Forster im Blättchen 4/2010
Der Sohn von Manfred Stargardter hielt bei der Legung des Stolpersteins am 26. März 2010 folgende Rede.