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13. Juli 2011 Treptow-Köpenick

Kein Schlussstrich unter die Flugroutendebatte

Der Landesvorsitzende Klaus Lederer erklärt:

Mit dem Vorschlag der Deutschen Flugsicherung zu den künftigen Flugrouten des Flughafens Berlin Brandenburg ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Was für die Menschen in der Region westlich des Flughafens eine verträgliche Lösung scheint, ist für den Südosten eine Zumutung. Dass rund 120 Flugzeuge täglich in 1.100 m Höhe die Route über das wichtigste östliche Naherholungsgebiet, den Müggelsee, nehmen und rund 50 Flugzeuge täglich Karolinenhof streifen und in einer Höhe von rund 1.050 m Müggelheim überfliegen, kann nicht hingenommen werden.

In Berlin haben u.a. Umweltsenatorin Katrin Lompscher und der Treptow-Köpenicker Stadtrat Michael Schneider für einen bestmöglichen Lärmschutz gestritten. Die Fluglärmkommission hat die Müggelseeroute weder favorisiert noch beschlossen. Presseveröffentlichungen, die anderes unterstellen, sind unwahr.

Wir erwarten jetzt von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, der Flughafengesellschaft und ihrem Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Wowereit, Entscheidungen im Interesse aller Bürger der Stadt zu treffen. Weniger Fluglärm für den Südosten ist möglich, wenn die Routen nochmals überprüft und bei Ostabflügen die meisten Starts via Südbahn erfolgen würden.

In Berlin und Brandenburg haben wir uns zur Vermeidung von Lärmbelastungen über dichtbesiedelten Gebieten immer für den Standort Sperenberg eingesetzt – die Entscheidung dafür wurde von CDU- und SPD-Politikern getroffen und stieß auch bei den Grünen damals nicht auf Widerstand. Jetzt muss es darum gehen, sämtliche existierenden Spielräume für einen verbesserten Lärmschutz auch tatsächlich zu nutzen.