Zurück zur Startseite
15. Dezember 2011

Wir haben einen neuen Stadtrat

In der Dezembersitzung ist es endlich soweit. Das Bezirksamt wird komplettiert. Gernot Klemm, der neue Kandidat der LINKEN wird der neue Jugendstadtrat. Ich halte ihn für eine sehr gute Wahl und bin mir sicher, dass er eine große Bereicherung darstellt. Interessant ist, dass er schon von 1990 bis 1992 für die damalige PDS in der Bezirksverordnetenversammlung Köpenick saß. Sein Chef dort war Dirk Retzlaff, der heute mit anderem Parteibuch der BVV ebenfalls angehört. In den Fluren wird geflüstert, dass er von der Personalie Klemm alles andere als begeistert ist, auch ein Qualitätsmerkmal. Das Wahlergebnis von 27 Ja, 15 Nein und 10 Enthaltungen ist ordentlich, wobei die Neinstimmen natürlich eine Frechheit sind.

Nebenbei werden auch die Ausschüsse mit Bürgerdeputierte komplettiert, wobei die SPD dazu auch Politiker der FDP einlädt. Politisch passt das ja. Die Wahl der Deputierten für den Jugendhilfeausschuss dauert länger. Hier geht es leider auch nach Parteibuch, wobei das Ergebnis bis auf eine Person akzeptabel ist.

Bei den Bürgeranfragen ging es um die Zufahrten zur Spielstätte des SV Schmöckwitz Eichwalde. Obwohl die Spielstätte seit 1930, also 81 Jahre, existiert, beschwerte sich ein Anwohner über parkende Autos und Lärm. Der klassische Konflikt, der schon viele Sportstätten zum Opfer fielen. Nun werden dem Ordnungsamt die Spielzeiten übermittelt, damit dann verstärkt kontrolliert werden kann. Für mich als Sportpolitiker ist dies ein unverständlicher Vorgang. Besser war die Information, dass unter der Brücke am S-Bahnhof Adlershof Bänke hingestellt werden sollen. Problematisch gestaltet sich die Situation beim Bau der Sporthalle der HTW, aufgrund von Geldmangel. Dies ist umso ärgerlicher, weil für den Hochschulsport keine Hallenkapazitäten vorrätig sind.

Und 2012 wird im Sommer ohne die Treptower Festtage auskommen müssen. Probleme mit dem Betreiber sind der Grund, eine Neukonzeption soll für 2013 erstellt werden. 

Die Sitzung der BVV war somit aufgrund der Wahl von Gernot Klemm sehr erfreulich und ansonsten weniger spektakulär. 

Am Rande sei erwähnt, dass die Adlershofer Zeitung bei der Erwähnung der Adlershofer Bezirksverordneten ausgerechnet mich vergaß. Fünf Jahre in diesem Ortsteil zu wohnen reichen eben nicht.

Tino Oestreich