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5. Februar 2012 Treptow-Köpenick

Flugrouten veröffentlicht

Das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherheit hat Ende Januar, für viele überraschend schnell, die endgültigen Flugrouten festgelegt. Im Wesentlichen hat das Amt damit die bereits bestehenden Flugrouten, u.a. über den Müggelsee, bestätigt. Wesentlich Neues geht aus diesem Beschluss also nicht hervor. Mit einer Entlastung der Anwohnerinnen und Anwohner ist demnach nicht zu rechnen.

Schon die Stellungnahme des Umweltbundesamtes kann in die Reihe schlechter Nachrichten für die Betroffenen
einsortiert werden. Hatte das Amt doch vorrangig die ungenügende Information der möglichen Betroffenen bemängelt und nicht die Lärmwirkungen an sich. Ein Nachtflugverbot war in der Veröffentlichung dennoch gefordert worden. Auch aus Sicht der Bezirkspolitik ergibt sich mit den veröffentlichten Flugrouten zunächst
kein neues Bild. Die Bezirksverordnetenversammlung hatte erst im November 2011 ihren gemeinsamen Beschluss
erneuert, für die Bürgerinnen und Bürger die größtmögliche Verbesserung zu bewirken.

Sowohl die SPD als auch die CDU Fraktionen in der BVV haben den Beschluss unterzeichnet. Es ist nun vor allem
an ihnen, auf ihre jeweiligen Fraktionen im Abgeordnetenhaus einzuwirken. Die Einzelheiten der nun erfolgten
Veröffentlichungen stehen indes noch aus. Erst wenn die genaue Auszeichnung der Lärmzonen und andere Einzelheiten zu den Flugrouten genau feststehen, können weitere Projekte zur Verbesserung aufgegriffen werden.

„Wir werden die Entscheidungen sehr detailliert analysieren und alle Möglichkeiten ausschöpfen, die eine Verbesserung der von Fluglärm Betroffen bedeuten“, verspricht Ernst Welters, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in Treptow-Köpenick. Eine Antwort auf die Große Anfrage im Bundestag, gestellt u.a. vom Abgeordneten Gregor Gysi, zu den Flugrouten wurde inzwischen beantwortet. Zu lesen ist die Anfrage, deren Antwort noch ausgewertet werden muss, beim Deutschen Bundestag unter der Drucksachennummer 17/6942.

Joseph Rohmann