Die Altstadt Köpenick lockt mit kleinen Geschäften, netten Restaurants, alten Gebäuden und einem Schloss. Gleichzeitig ist das Gebiet darum dicht bewohnt und wird von der lauten Müggelheimer Straße durchquert. In den Nachtstunden und am Wochenende ist das Parken an dieser Straße möglich, wodurch eine leichte Minderung der Parkplatznot bewirkt wird.
Doch das soll sich ändern. Die Bezirksverordnetenversammlung beschäftigte sich am 9. März 2012 mit einem Antrag der SPD, das Halteverbot auf das Wochenende auszudehnen. Mit knapper Mehrheit von 22:21 Stimmen, wobei die Fraktionen DIE LINKE, Grüne und Piraten geschlossen dagegen stimmten, wurde der Antrag nach einer Debatte beschlossen. Die Argumente, dass Touristen davon betroffen sind, dass die Geschäfte der Altstadt geschädigt werden und die Anwohner kaum noch Besuch empfangen könnten, genügten nicht. Stattdessen wurde seitens der SPD von großen Rückstauproblemen gesprochen und die Zahl der betroffenen Parkplätze von 50 auf 20 schöngeredet.
Auch die Bitte, den Anwohnerinnen und Anwohnern der lauten Straße wenigstens am Wochenende etwas Ruhe zu gönnen, nutzte nichts. Ohne Not wurde eine funktionierende Lösung beseitigt. Freuen können sich lediglich die privaten Betreiber der teuren Bezahlparkplätze.
Tino Oestreich, Bezirksverordneter DIE LINKE