Zurück zur Startseite
10. August 2017 Treptow-Köpenick

Wohnquartier von STADT UND LAND an der Ortolfstraße in Altglienicke

In Anwesenheit von Sebastian Scheel, Staatssekretär für Wohnen in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Oliver Igel, Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick sowie Niklot von Bülow, Geschäftsführer der für den Bau verantwortlichen ARGE Wohnquartiere Ortolfstraße, wurde am 19. Mai die Grundsteinlegung für die aus 42 zwei- und dreigeschossigen Gebäuden bestehende Wohnanlage gefeiert.

Zwischen Schönefelder Chaussee und Ortolfstraße entstehen auf dem rund fünf Hektar großen Grundstück 410 neue Mieteinheiten mit insgesamt 28.000 Quadratmetern Mietfläche. Ein Großteil der 1,5 bis 5 Zimmer großen Wohnungen wird barrierefrei und altersgerecht geplant. 123 neue Wohnungen werden mit Fördermitteln des Landes Berlins errichtet, mit Einstiegsmieten bei 6,50 Euro pro Quadratmeter. Von 425 Parkplätzen wird mehr als die Hälfte in Tiefgaragen realisiert.

Die Fertigstellung der Anlage ist für Anfang 2019 vorgesehen. Das sozial gemischte Quartier, in dem auch eine Kindertagespflege für Kinder von 0 bis 3 Jahren sowie drei Kleingewerbe entstehen, liegt in einer von Einfamilienhäusern geprägten Umgebung mit gewachsenem Baumbestand. Die Gebäude sollen den dörflichen Charakter der umliegenden Bebauung erhalten.

Geplant sind auch ein Anger und Gemeinschaftsplätze. Zur Sicherstellung der städtebaulichen Ziele wurde zwischen der STADT UND LAND und dem Bezirksamt Treptow-Köpenick ein städtebaulicher Vertrag geschlossen. Staatssekretär Sebastian Scheel erklärt anlässlich der Grundsteinlegung: „Das neue Quartiersprojekt der STADT UND LAND in Altglienicke steht beispielhaft für das Ziel des Senats, bezahlbaren Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten zu schaffen. Hier entsteht ein architektonisch durchdachtes Wohngebiet, welches das Miteinander aller Bewohnerinnen und Bewohner fördert. Es ist mir besonders wichtig, dass dabei der Anteil geförderten Wohnraums eine ausgewogene soziale Mischung sicherstellt.“

Oliver Igel, Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick, zeigt sich erfreut über die Neubauaktivität im Bezirk: „Dieses Projekt der STADT UND LAND ist für unseren Bezirk von großer Bedeutung, nicht nur wegen der Anzahl der hier entstehenden Wohnungen. Die geplanten Hofgruppen fügen sich hervorragend in die gewachsene Umgebung dieses Ortsteils ein und werden auch Familien ein geeignetes Zuhause bieten.“

Auch die FRAKTION DIE LINKE begleitet das Bauprojekt. So wurden die Anwohnerbeschwerden aufgegriffen, dass kleine Nebenstraßen für die Dauer der Bauphase als Zulieferweg für die schweren Baumaschinen benutzt werden. „Wir wollen, dass die Baustelle über die beiden großen angrenzenden Straßen, Ortolfstraße und Schönefelder Chaussee, versorgt wird, statt über die kleinen Anwohnerstraßen wie etwa den Brunolfweg“, erklärt Tino Oestreich seinen Antrag (Drucksache VIII/089), der im März von der Bezirksverordnetenversammlung beschlossen wurde.

Es ist nicht akzeptabel, dass für dieses Bauvorhaben eine dritte Zufahrt durch eine kleine Siedlungsstraße genehmigt wird, obwohl zwei weitere Zufahrten ohne derartige Belastungen für die Anliegerinnen und Anlieger zur Verfügung stehen. Durch den Schwerlastverkehr sind bleibende Schäden am Brunolfweg und an der Substanz umliegender Gebäude zu erwarten. Zahlreiche Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern liegen vor, so Oestreich.

Joseph Rohmann