Mit Haus- und Straßenfesten begeht die Volkssolidarität in diesen Tagen ihr 65jähriges Bestehen. Im Herbst 1945 zur Überwindung der Folgen des Zweiten Weltkrieges gegründet, bildet sie heute mit knapp 280.000 Mitgliedern den größten Wohlfahrts- und Sozialverband in den neuen Bundesländer.
Durch ihr Engagement wirkt sie in sieben Ortsgruppen mit etwa 400 Mitgliedern allein im Allende-Viertel als zahlenmäßig stärkste gesellschaftliche Organisation. Wie Monika Griefnow, Leiterin der GeschäftsstelleKöpenick, gegenüber dem Allendeblättchen informierte, finden die verschiedenen Projekte wie z.B. Kindergärten oder die Wohnheime und Sozialstationen der Sozialdienste großen Anklang. Der Club „Charlotte“ bietet beispielsweise ein vielseitiges Kultur- und Veranstaltungsprogramm. Darüber hinaus kann im Club auch täglich zwischen 11 und 13 Uhr ein warmes Mittagessen eingenommen werden. Für Menschen, die in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind, bietet der Mobilitätshilfedienst Treptow-Köpenick Unterstützung. So können eine Begleitung beim Einkauf, zu Ämtern, zu Ärzten oder auch Rollstuhlschiebedienste vereinbart werden.
Ansprechpartnerin und Projektleiterin Ramona Krüger ist gleichfalls im Treff „Charlotte“, Charlottenstraße 17b und unter der Telefonnummer 651 68 09 zu erreichen. Frau Griefnow verwies in diesem Zusammenhang auf die Spendenbereitschaft auch vieler Köpenicker,ohne die die Wohlfahrtsarbeit in diesem Maße nicht möglich wäre.
Trotz mancher Unkenrufe habe die jährliche zentrale Haus- und Straßensammlung der Organisation einen Gesamterlös von rund 320.000 Euro erbracht, der ausschließlich für soziale Zwecke verwendet wird.
Jürgen Wetzel im Allendeblättchen