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19. November 2011 Treptow-Köpenick

73. Jahrestages der faschistischen Pogromnacht

©Maximilian Nitschke

Bei der Gedenk-Matinee aus Anlass des 73. Jahrestages der faschistischen Pogromnacht des Bundes der Antifaschisten Treptow und der VVN Köpenick am 6. November im Rathaus Treptow machte Hans Erxleben auf aktuelle Vorfälle im Bezirk aufmerksam, mit denen Pogromstimmung erzeugt werden sollte, wie z.B. mit dem diskreditierenden Beschmieren von Wahlplakaten der Linken im Sommer.

So zeigte er ein Plakat, das längere Zeit völlig unbehelligt in der Adlershofer Dörpfeldstraße gehangen hatte mit der stigmatisierenden Aufschrift „Jude“. Uwe Doering ist kein Jude, aber ein größeres Schimpfwort als Jude scheint es in rechten Kreisen nicht zu geben, mit dem die Linke als solches antisemitisch diffamiert werden soll. Auch Hans Erxleben selbst war auf rechten Websites als Krypto-Jude, roter Hundsfott und antideutscher Lump beschimpft worden. Erxleben hob hervor, das antifaschistische Traditionspflege nicht das Bewahren von Asche, sondern das Schüren der Flamme bedeutet und aktive Erinnerung vor allem kämpfen heißt.