Zum BVV-Beschluss zum Strandbad Müggelsee erklärt der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Philipp Wohlfeil:
Die Temperaturen laden gegenwärtig noch zu keinem Strandbadbesuch ein. Dennoch beschlossen die Bezirksverordneten auf ihrer Sitzung im Januar nach einem Jahr Beratungszeit einmütig einen Antrag der Fraktion DIE LINKE zum Strandbad Müggelsee. Darin wird das Bezirksamt aufgefordert, auf eine Übertragung des Strandbads von der Forstverwaltung des Senats in das Vermögen des Bezirksamtes hinzuwirken.
Nachdem 2008 ein Interessenbekundungsverfahren, das einen privaten Betreiber hervorbringen sollte, gescheitert war, verharrte der Komplex am Fürstenwalder Damm weiterhin in einer eigenwilligen und entwicklungshemmenden Verwaltungskonstruktion. Während es dem Vermögen des Forsts zugeordnet ist, erfolgt die Verwaltung und Bewirtschaftung durch das Bezirksamt. Dadurch kann der Bezirk den dringenden Sanierungsbedarf der denkmalgeschützten Bausubstanz nicht beheben, während der Forst daran kein Interesse zeigt. Wenn der Senat der Übertragung zustimmt, könne der Bezirk für diesen Zweck Drittmittel einwerben und eine dem sozialverträglichen Charakter insgesamt nicht entgegenstehende gewerbliche Nutzung ermöglichen. Der Eintritt für die Sport- und Erholungsfläche, so beschlossen es die Bezirksverordneten, soll aber weiterhin frei bleiben.
Der Betrieb eines Strandbades, der sicher nicht zu den Kernaufgaben der bezirklichen Verwaltung gehört, sei gerechtfertigt, weil das Strandbad für Naherholungssuchende aus der gesamten Stadt ein wichtiger Anziehungspunkt ist und damit auch unmittelbar Arbeitsplätze in Gastronomie und Gewerbe sichere.