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7. Oktober 2011 Treptow-Köpenick

Erpehochwasser - Regen war nicht schuld

In der Nacht vom 30. zum 31. Juli 2011 war nach tagelangem Regen eine Flutwelle auf dem kleinen Flüsschen Erpe beobachtet worden. Binnen kurzer Zeit standen daraufhin die Kleingartenkolonien Erpetal, Am Reitweg, Am Kurpark und Wiesengrund unter Wasser. Insgesamt waren 30 Parzellen betroffen, 11 davon bis zu 60cm hoch überflutet.

Die Feuerwehr musste mit Pumpen aushelfen, die Schäden beliefen sich auf mehr als 50.000 Euro. Aus der Antwort auf eine kleine Anfrage des Bezirksverordneten André Schubert (DIE LINKE) geht hervor, dass nicht, wie allgemein angenommen, der Dauerregen schuld an der Überschwemmung war. Allenfalls habe der anhaltende Niederschlag dazu geführt, die angrenzenden Wiesen mit Wasser zu sättigen, so dass diese die eigentliche Überschwemmung nicht hätten verhindern können, heißt es aus dem Bezirksamt.

In der fraglichen Zeitspanne habe es jedoch keine nennenswerten Niederschläge gegeben, welche zu der Flut hätten führen können. Lediglich zwei andere Möglichkeiten kämen als Verursacher in Betracht. Entweder habe das Klärwerk Münchehofe Wasserbecken abgelassen oder ein Wehr sei geöffnet worden. Nur mit diesen Varianten ließe sich die beobachtete Flut erklären. Beides müsse dringend überprüft werden, heißt es in der Antwort weiter.

Das letzte Hochwasser habe es im August 1994 gegeben, ebenfalls nach Dauerregen und Wasserabfluss aus dem Klärwerk Münchehofe, so das Bezirksamt.

„Wir müssen dringend abklären, wer für die Überschwemmung verantwortlich ist und dann dafür sorgen, dass so etwas in Zukunft nicht wieder vorkommt“, fordert André Schubert. Auch müsse geprüft werden, ob möglicherweise Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden können. „Dass schon das letzte Hochwasser von Menschen verursacht wurde, zeigt deutlich, dass sich Ähnliches zukünftig verhindern lässt“, erklärt Schubert.